flag
back Zurück
Eva Pinkelnig: „Ich habe jede Woche gefeiert, die ich geschafft habe“

In knapp drei Wochen startet im norwegischen Lillehammer der Skisprung-Weltcup in die neue Saison. Ob Eva Pinkelnig dabei ist, steht noch nicht fest.

© APA
Ist wieder zurück auf der Schanze: Eva Pinkelnig

„Wenn der Rummel losgeht, steht der Winter vor der Tür“, schmunzelt Eva Pinkelnig angesichts des Medienmarathons der vergangenen Tage und Wochen. „Das gehört dazu, aber ich bin natürlich lieber auf der Schanze oder beim Krafttraining.“ In diesem Jahr ist der angesprochene Rummel noch einmal größer, kehrt die Gesamtweltcupsiegerin 2022/2023 doch von einer langen Verletzung zurück. Im September des Vorjahres zog sich das ÖSV-Ass beim Grand Prix in Predazzo eine schwere Knieverletzung zu – die Olympiasaison war gelaufen. Deshalb hörte sie eine Frage in diesem Jahr besonders oft: Wie stabil ist das Knie? „Super stabil“, lacht eine sichtlich erleichterte Pinkelnig. „Es schwillt auch nicht an. Dafür muss sich der restliche Körper erst wieder an das Skispringen gewöhnen.“

Nach einer mehr als einjährigen Zwangspause absolut klar, war es doch ein langer Weg zurück auf die Schanze. Mitte September absolvierte die 38-Jährige ihren ersten Sprung seit ihrer Verletzung, davor war es ein Jahr lang nicht leicht für die Vorarlbergerin. „Ich habe jede Woche gefeiert, die ich geschafft habe“, erklärt Pinkelnig ihre Herangehensweise in der Reha. Deshalb sah der Sommer auch anders aus als in den vergangenen Jahren. „Ich konnte leider nicht mit dem Team unterwegs sein. Für mich gab es deshalb viel Therapie und Athletiktraining. Mir fehlt auch die Testphase vor einer neuen Saison, weshalb ich schon etwas blauäugig in die Saison starte. Aber das wird schon.“ Wann der Saisonstart für sie erfolgt, ist noch nicht klar. Den Auftakt in Lillehammer am 21. November könnte sie möglicherweise noch auslassen, spätestens bei der Premiere der Vierschanzentournee für die Skispringerinnen will sie um den Jahreswechsel aber dabei sein.

Weltcup-Spitze als Anspruch

In ihrer verletzungsbedingten Pause habe Pinkelnig viel Zeit gehabt, um Dinge der Vergangenheit zu reflektieren und Zusammenhänge einzuordnen. „Die Monate vor der schweren Verletzung liefen psychisch nicht gut und waren von einer Konstellation geprägt, die schlussendlich auch zu dieser Verletzung geführt hat.“ In dieser Zeit habe sie sich nicht immer wohlgefühlt und hätte auch Kompromisse eingehen müssen, zu denen sie nicht stand. Mittlerweile sind diese Sachen ausgeräumt, Pinkelnig ist bereit – sportlich wie mental.

Das zeigt sich auch an der Erwartungshaltung für den kommenden Winter. Von einem geglückten Comeback will sie erst sprechen, „wenn ich im Weltcup wieder auf den vorderen Plätzen lande, weil das ist mein Anspruch“. Neben der Vierschanzentournee richten sich ihre Blicke auch auf die nordische Ski-WM in Falun und das Skifliegen in Planica. Das Motto bleibt bis dahin „Schritt für Schritt“, hat Pinkelnig doch auch ein Team um sich, das hin und wieder auf die Bremse steigen muss. „Ich habe da mein Team, die mich einbremsen, wenn ich es zu schnell angehen möchte.“ Ein besonderes Vertrauensverhältnis besteht zu Trainer Thomas Diethart. Der Chefcoach habe einen großen Anteil am Comeback. „Vor dem ersten Sprung auf der 60-Meter-Schanze war er viel nervöser als ich, was gezeigt hat, wie sehr er sich kümmert. Dadurch wächst auch das eigene Selbstbewusstsein.“

Könnte Ihnen gefallen

„Nicht gut“: Erste Prognose bei Neuer

Fussball Transfers vor 11 Stunden

Sorgen um Neuer: Erstes Update zum Bayern-Torhüter

fcbinside.de vor 11 Stunden