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Nur fünf Tage nach dem bitteren Pokal-Aus gibt es für den Hamburger SV die Gelegenheit zur Revanche. Nach der 1:3-Niederlage im DFB-Pokal am Dienstag treffen die Rothosen am Sonntag (17:30 Uhr) erneut auf Eintracht Frankfurt. Diesmal allerdings auswärts in der Bundesliga.
Dabei will der HSV an die über weite Strecken ordentliche Leistung aus dem Pokalspiel anknüpfen und sich diesmal auch mit einem positiven Ergebnis belohnen. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings alles andere als ideal: Die ohnehin angespannte Personallage hat sich seit Dienstag kaum verbessert.
Wie Trainer Merlin Polzin auf der Pressekonferenz am Freitag bestätigte, werden Nicolas Capaldo (muskuläre Probleme), Nicolai Remberg (Kreuzbandriss), Bilal Nadir (Muskel- und Sehnenverletzung im Oberschenkel), Fabio Vieira (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Yussuf Poulsen (Hüftprobleme) auch das zweite Duell mit der Eintracht verletzungsbedingt verpassen. Hinzu kommt der weiterhin wegen Dopings gesperrte Mario Vuskovic. Damit muss der HSV auf dieselben sechs Spieler verzichten wie schon im Pokalspiel.
Ein zusätzliches Fragezeichen steht hinter Sebastiaan Bornauw. Der Innenverteidiger hatte am Dienstag kurz vor der Halbzeit nach einem Zusammenprall mit Frankfurt-Keeper Noah Atubolu einen Schlag ins Gesicht abbekommen und musste zur Pause ausgewechselt werden.
Bornauw hatte in einer Zweikampfsituation kurz vor der Halbzeit einen Schlag in den Kieferbereich bekommen und im Gesicht geblutet. Kurz darauf musste er ausgewechselt werden. Ein zunächst befürchteter Nasenbeinbruch konnte inzwischen zumindest ausgeschlossen werden.
"Es geht einfach darum, ob er sich stabil fühlt, in jedem Duell bei 100 Prozent zu sein."
Merlin Polzin über Sebastian Bornauw
Ob Bornauw am Sonntag wieder einsatzfähig ist, bleibt dennoch offen. Zwar konnte der 27-Jährige am Freitag bereits Teile des Mannschaftstrainings absolvieren, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
"Ich hoffe, dass es noch ein Ausrufezeichen wird, und er uns zur Verfügung stehen wird", erklärte Polzin: "Es geht einfach darum, ob er sich stabil fühlt, in jedem Duell bei 100 Prozent zu sein. Weil er in viele Zweikämpfe geht, wollen wir absolut sicher sein, dass er sich gut fühlt. Wir warten das Abschlusstraining noch ab."
Immerhin gibt es auch eine erfreuliche Nachricht für die Hamburger Defensive: Jordan Torunarigha, der das Pokalspiel aufgrund muskulärer Probleme verpasst hatte, wird am Sonntag wieder zum Kader gehören. Der Innenverteidiger erweitert damit die Optionen für die zuletzt stark ersatzgeschwächte Abwehr und könnte einspringen, wenn es bei Bornauw nicht reichen sollte.
Unabhängig von der personellen Situation erwartet Polzin beim schnellen Wiedersehen mit Frankfurt auch taktische Anpassungen auf beiden Seiten: "Du weißt, dass der Gegner darauf reagieren wird, was du am Dienstag vorhattest. Das macht es spannend und herausfordernd. Ich bin gespannt, was die Frankfurter vorhaben."
Heuer Fernandes – Nandja, Bornauw (Torunarigha), Omari – El Ouahdi, Sambi Lokonga, Muheim, Møller Wolfe – Adeline, Grønbæk – Moffi