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Niederlagen gehören für einen Spitzenreiter zum Geschäft. Das gilt auch für den Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, der am Samstag beim 1:2 beim FC Ingolstadt zum zweiten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Platz ging. Niederlagen bieten zudem die Gelegenheit, die Sinne zu schärfen. Das gilt auch für die Zebras, die für die kommenden Aufgaben nun entsprechende Lehren ziehen können. Um das Haar in der Suppe geht es dabei nicht. Es geht darum, gestärkt auf die weiteren Aufgaben vorbereitet zu sein.
Abseits der aktuellen Erfolgsserie des Aufstiegsaspiranten lief in den letzten Wochen nicht alles zu 100 Prozent rund. So lange die Ergebnisse stimmen, fällt so etwas auch nicht groß ins Gewicht. Beim 3:2-Sieg über Hoffenheim II lieferte der MSV mit der Aufholjagd und dem Rekord-Hattrick von Peter Remmert nach einem 0:2-Rückstand ein großes Spektakel ab, das den Fans über Jahre in Erinnerung bleiben dürfte. Zuvor hatten die Meidericher jedoch eklatante Abwehrschwächen an den Tag gelegt und den Hoffenheimern die Gelegenheit zu zwei Treffern gegeben.
In Saarbrücken beeindruckte der MSV beim 4:2-Sieg mit Dominanz, ließ dann aber trotzdem zwei Gegentreffer zu. In Gefahr geriet der Auswärtssieg dann aber nicht mehr. Viktoria Köln war dem Tabellenführer im Spitzenspiel mindestens ebenbürtig und verbuchte beim 1:1 in der Duisburger Arena einen verdienten Punkt. Und nun schlug der FC Ingolstadt 04 beim 2:1-Sieg den Meiderichern in Unterzahl ein Schnippchen. Diese Lektion kommt nicht nur beim MSV Duisburg immer wieder neu auf den Stundenplan. Das Verteidigen von Standards gehört zu den Grundvoraussetzungen, um im Kampf um die vorderen Plätze erfolgreich zu sein.
In der vergangenen Saison verlor der MSV ebenfalls am elften Spieltag ein Auswärtsspiel – damals 1:3 bei 1860 München. Im Anschluss wurde es für die Zebras etwas holprig. Nun kann sich auszahlen, damals die Sinne geschärft zu haben.