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Es sollte für Elye Wahi bei Eintracht Frankfurt einfach nicht sein. Der 23-Jährige war vor eineinhalb Jahren für 26 Millionen Euro von Olympique Marseille an den Main gewechselt und sollte dort der nächste Omar Marmoush, Randal Kolo Muani oder Hugo Ekitiké werden.
Doch schnell wurden Markus Krösche und Co. klar, dass Wahi wohl ein Fehlgriff war. Undiszipliniertheiten und scheinbar lustlose Einsätze führten dazu, dass der Ivorer sich selbst schnell ins Abseits schoss. Nach einem Treffer in 25 Spielen parkte man den Mittelstürmer beim OGC Nizza.
Beim französischen Erstligisten fand er schnell in die Spur und war Leistungsträger. Die aufgerufenen 20 Millionen Euro wollte trotzdem weder Nizza noch sonst ein Klub zahlen. Auf den letzten Drücker hat Nizza Wahi in diesem Sommer immerhin per Leihe wieder aufgenommen und kann den Rechtsfuß anschließend für 18 Millionen Euro fest verpflichten.
Für die Franzosen deutet sich ein gewinnbringendes Geschäft an, denn: Wahi ist in der Ligue 1 in aller Munde. Beim gestrigen 5:2-Sieg gegen das bis dato zweitplatzierte Stade Rennes erzielte der Angreifer gleich drei Treffer, steht mit inzwischen sechs Toren und zwei Vorlagen auf Rang drei der Torschützen- und Scorerliste.
Maxime Barbaud von der FT-Partnerseite Foot Mercato erklärt den Saisonstart von Wahi wie folgt: „Er wirkt fitter als letzte Saison. Wahi bekommt jetzt bessere Vorlagen und bekommt den Ball in besseren Positionen zugespielt, was ihm hilft, sein Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Bereits gegen Ende der letzten Saison hatte er maßgeblich dazu beigetragen, den Klassenerhalt des OGC Nizza zu sichern. Dieses Mal könnte er dem Verein helfen, einen Platz unter den Top 10 zu erreichen. Er ist sowohl beim Verein als auch bei den Fans sehr beliebt.“
Sein Trainer Olivier Pantaloni lobte Wahi gestern nach der Partie, sieht aber auch noch Potenzial für mehr: „Es ist ein enormer Vorteil für uns, einen Spieler zu haben, der Tore schießen kann und eine echte Gefahr für die gegnerischen Abwehrreihen darstellt. Trotz allem gibt es für ihn noch Luft nach oben, wenn man bedenkt, wie viele Chancen er sich seit Saisonbeginn herausgespielt hat.“
Ob Nizza die Option am Ende der Saison zieht, ist derzeit noch offen. Der Klub von der Mittelmeerküste hat enorme finanzielle Probleme. Frankfurt könnte Wahi aktuell gut gebrauchen. Hinter Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt fehlt es dem Team von Adi Hütter im Sturm an Alternativen. Und der millionenschwere Transferflop schießt derweil in Frankreich alles kurz und klein.