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Ausgerechnet beim Clasico nächste Woche könnte es beim FC Barcelona zum großen Streik kommen.
Es ist das Spiel der Spiele in Spanien, wenn die "Königlichen" von Real Madrid auf den FC Barcelona treffen. Sportlich läuft bei den Katalanen alles nach Wunsch. Als amtierender Meister führt man die Meisterschaft an, Erzrivale Real liegt bereits sechs Punkte zurück auf Rang vier.
Dennoch birgt das Giganten-Duell auf der iberischen Halbinsel immer wieder jede Menge Brisanz. So auch nächste Woche, wenn die Hauptstädter am 25. Oktober (ab 21.00 Uhr) in Barcelona gastieren. Doch derzeit herrscht rund um die Partie Wirbel, ob sie überhaupt ausgetragen werden kann.
Die Mitarbeiter des FC Barcelona haben einen viertägigen Streik von 23. bis 26. Oktober angekündigt, wodurch der reibungslose Ablauf des Krachers akut gefährdet ist.
Konkret geht es dabei um die Angestellten, die für Zugangskontrollen und Stadionsicherheit zuständig sind. Bei Großveranstaltungen dieser Dimension kommt dem Sicherheitspersonal sowie den Ordnern bei den Kontrolleinlässen eine tragende Rolle zu. Ein kompletter Ausfall dieser Schlüsselfunktionen könnte weitreichende organisatorische Konsequenzen für zehntausende Zuseher nach sich ziehen.
Hinter dem angekündigten Schritt stehen massive Differenzen zwischen der Belegschaft und den Klubverantwortlichen. Der Betriebsrat des Personals wirft den Führungskräften gravierende Versäumnisse vor, die sich über Monate hinweg aufgestaut haben.
Besonders der personelle Engpass sorgt für Unruhe. Aktuell seien gerade einmal 60 Personen für die Sicherheit in den gesamten Sportanlagen abgestellt. Nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter ist diese Anzahl viel zu gering, um ein hochriskantes Event wie den Clasico ordnungsgemäß abzuwickeln.
Wie die spanische Tageszeitung "El Periodico" berichtet, sind für die kommende Woche weitere Verhandlungsrunden zwischen den Konfliktparteien anberaumt worden. Eine tragfähige Lösung oder gar eine Einigung sei bis dato allerdings nicht in Sicht.
Trotz der verfahrenen Situation gibt sich die Führung des FC Barcelona nach außen hin betont unbeeindruckt. Von Vereinsseite wird nachdrücklich versichert, dass das Match gegen Real Madrid wie geplant und unter vollkommen regulären Bedingungen stattfinden werde. Man gehe davon aus, rechtzeitig eine tragfähige Lösung sicherstellen zu können.
Die Krise beschränkt sich keineswegs nur auf das Herrenteam der Katalanen. Auch die erfolgreiche Frauenmannschaft des Klubs wird von Streikmaßnahmen direkt in Mitleidenschaft gezogen. Wie der US-Sender "ESPN" berichtet, sah sich der FC Barcelona gezwungen, bei der UEFA eine offizielle Verschiebung des Champions-League-Gruppenspiels gegen Arsenal zu beantragen.
Die Begegnung war ursprünglich für den 11. November angesetzt. Grund für diesen Schritt ist ein weiterer, separater Streik, der im direkten Zusammenhang mit Problemen rund um Wohnraum und Gehälter steht. Damit sieht sich der katalanische Traditionsverein zeitgleich mit zwei gravierenden Arbeitskämpfen konfrontiert – und das ausgerechnet in einer sportlich entscheidenden Phase der Saison.