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Fußball, Bayernliga: Schiri-Frust und bittere Pleite: Deggendorfs U17 unterliegt FC Bayern II deutlich mit 0:3
Bitterer Nachmittag im Regen: Trotz couragiertem Auftritt verliert die Deggendorfer U17 mit 0:3. - Foto: Helmut Müller

Mutiger Auftritt, strittiger Elfmeter und ein folgenschweres Foul – die Deggendorfer U17 erlebt gegen den FC Bayern München II einen bitteren Nachmittag. Die Grün-Weißen halten im heimischen Donau-Wald-Stadion lange dagegen, scheitern aber an ihrer Chancenverwertung, individuellen Fehlern und umstrittenen Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Am Ende steht ein 0:3, das aus Deggendorfer Sicht deutlich zu hoch ausfällt.

Von Beginn an zeigte die Mautner/Pinzl-Elf, dass sie sich vor dem großen Namen nicht verstecken wollte. Auf nassem, rutschigem Naturrasen suchten die Gastgeber mutig den Weg nach vorne. Nach einer Balleroberung tauchte Quirin Kienberger vor dem Tor auf, fand jedoch im Schlussmann des FC Bayern seinen Meister. Wenig später bot sich Torjäger Keiron Drame die nächste Möglichkeit, doch er traf den Ball nicht richtig. Die Deggendorfer waren dran – belohnten sich aber nicht.

Und der Nachwuchs des Rekordmeisters schlug eiskalt zu. Nach einem unzureichend geklärten Ball prallte ein Abschluss nach vorne ab. Ein Münchner Stürmer stand goldrichtig und schob unbedrängt zur 1:0-Führung ein (10.). Ein Gegentor, bei dem auch die Deggendorfer Defensive mithalf.

Doch die Grün-Weißen steckten nicht auf. Unbeeindruckt suchten sie den Ausgleich, während der Münchner Torhüter erneut zum Spielverderber wurde. Die Bayern versuchten, ihre spielerische Überlegenheit auszuspielen, doch Deggendorf hielt mit Einsatz und Leidenschaft dagegen.

Dann kam die 29. Minute – und der Ärger auf Deggendorfer Seite wurde immer größer. Ein Flügelspieler der Münchner drang in den Strafraum ein, ging bei minimalem Körperkontakt zu Boden und bekam tatsächlich den Elfmeter zugesprochen. Zum Entsetzen der Gastgeber zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Der Bayern-Schütze blieb cool und verwandelte sicher zum 0:2 (29.).

Doch damit nicht genug: Nur wenige Minuten später stockte den Deggendorfern der Atem. Torhüter Maximilian Lippl eilte nach einem zu langen Pass aus seinem Tor und wollte den Ball unter sich begraben. Ein Münchner Spieler rutschte ohne Chance auf den Ball mit offener Sohle in den Schlussmann. Nach einer kurzen Rudelbildung griff der Schiedsrichter durch – allerdings aus Deggendorfer Sicht viel zu milde: Für das grobe Foulspiel, bei dem eine Verletzung des Torhüters in Kauf genommen wurde, gab es lediglich Gelb. Lippl hatte Glück und blieb von einer schwereren Verletzung verschont.

Für die Gastgeber war diese Entscheidung nicht nachvollziehbar. Auch in weiteren kritischen Situationen fühlten sich die Grün-Weißen im Verlauf der Partie wiederholt benachteiligt. Mit dem bitteren 0:2-Rückstand ging es schließlich in die Kabinen.

Deggendorf kämpft, Bayern trifft

Auch nach dem Seitenwechsel warfen die Hausherren noch einmal alles in die Waagschale. Der Einsatz stimmte, doch ausgerechnet im entscheidenden Moment fehlte die letzte Präzision – sei es beim finalen Pass oder beim Abschluss vor dem Tor.

Der FC Bayern zeigte sich dagegen erneut konsequent. In der 52. Minute nutzten die Gäste die linke Deggendorfer Abwehrseite für einen Angriff. In der Mitte gelang es den Grün-Weißen nicht, die Situation entscheidend zu bereinigen. Der Ball sprang mehrfach ab, ehe ein Münchner Stürmer schließlich zum 3:0 einschob.

Damit war die Entscheidung gefallen. Deggendorf hatte mutig begonnen, sich gegen den prominenten Gegner gewehrt und immer wieder den Weg nach vorne gesucht. Doch die fehlende Konsequenz im Abschluss und in der Defensive verhinderte eine mögliche Belohnung für den couragierten Auftritt. Dazu kamen die aus Sicht der Gastgeber höchst umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen, die den Frust über die zweite Niederlage weiter verstärkten.

Zeit, sich lange über die bittere Pleite zu ärgern, bleibt der Mautner/Pinzl-Elf nicht. Bereits am kommenden Sonntag wartet auswärts der Tabellenzehnte 1. FC Schweinfurt 05. Dort wollen die Deggendorfer wieder punkten und zeigen, dass sie trotz des Rückschlags weiterhin das Zeug dazu haben, im oberen Tabellenbereich mitzumischen.

– ses

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