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Miron Muslic nimmt beim FC Schalke 04 einen Systemwechsel vor. Diese Entscheidung ist überfällig und macht Hoffnung. Ein Kommentar.
Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 spielte gegen RB Leipzig (0:2) erstmals in dieser Bundesliga-Saison mit einer Viererkette. Miron Muslic bestätigte nach dem Spiel, dass es kein einmaliges System bleiben wird. Es ist die folgerichtige Entscheidung, findet S04-Reporter Nico Lankau.
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„Wir starten das Spiel sehr energisch und sehr aktiv. Wir sind sofort im Spiel und griffig“, resümierte Muslic nach der Schalke-Niederlage gegen Leipzig. Die Gastgeber wirkten in der Anfangsphase offensiv verbessert und hatten durch Junior Adamu und Adil Aouchiche zwei frühe Torchancen zur Führung.
Auch wenn dieser Eindruck sich im Spielverlauf verflüchtigte, machte die Anfangsphase Hoffnung. Die Viererkette hat daran einen entscheidenden Anteil. Nun gilt es, die Abläufe anzupassen und zu verinnerlichen.
Schalke 04 will endlich nicht mehr nur verteidigen, sondern mutiger und aggressiver spielen. Es sind diese Eigenschaften, die in der Rückrunde der Aufstiegssaison den Unterschied gemacht haben. Damals erkannte Muslic, dass der S04 die Viererkette für mehr offensive Durchschlagskraft brauchte.
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Seine weitreichende Entscheidung für einen erneuten Systemwechsel kann die Wende in dieser Bundesliga-Saison bringen. In der Schalke-Saisonprognose von RUHR24 schrieb ich: „Viele Gegner werden sich gegen das aggressive, hohe Pressing und eine kompakte Defensive schwer tun.“
Eingetreten ist davon bisher nur der letzte Punkt, weil Schalkes aggressives und hohes Pressing in dieser Spielzeit kaum zu sehen war und der Aufsteiger selten mutig agiert hat. Durch die Viererkette hat der S04 dafür einen Spieler mehr.
Eine Garantie für Tore und Punkte ist der Systemwechsel aber natürlich nicht. Denn die defensive Stabilität könnte darunter leiden. Bereits in der Rückrunde der Aufstiegssaison kassierte Schalke 04 mehr Gegentore als mit der Fünferkette. Auch gegen Leipzig war der S04 mit dem 0:2 noch gut bedient.
Die Balance zwischen Mut, Aggressivität und aufmerksamer Defensivarbeit wird entscheidend sein. Und dann gibt es noch ein Problem, das auch der Wechsel zur Viererkette nicht automatisch löst: Die Muslic-Elf muss im letzten Drittel bessere Entscheidungen treffen und ihre Offensivspieler besser einsetzen. Schaden kann es daher nicht, dass der S04 vorne nun eine Anspielstation mehr hat.