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Matthäus ordnet Lennart Karls Jubel ein
Karl "hat großen Charakter bewiesen"
Karl "hat großen Charakter bewiesen"

Lennart Karls Jubel-Geste beim Duell zwischen dem FC Bayern München und Atlético Madrid in der Champions League bietet großes Diskussionspotenzial. Lothar Matthäus sieht die Aktion des 18-Jährigen weniger kritisch und ordnet den Jubel ein.

Beim Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern München und Atlético Madrid (2:0) hat Lennart Karl erst mit seinem Führungstreffer zum 1:0, dann mit seinem Jubel für Aufsehen gesorgt.

Nach dem Führungstreffer hatte sich der Bayern-Youngster beide Hände neben sein Gesicht gehalten und damit Sprechbewegungen imitiert.

Lennart Karls Jubel sorgte für ordentlich Gesprächsstoff
Lennart Karls Jubel sorgte für ordentlich GesprächsstoffLennart Karls Jubel sorgte für ordentlich Gesprächsstoff

Der Jubel wurde von vielen Seiten als Reaktion auf die Aussagen von Uli Hoeneß und Max Eberl interpretierten. Ex-Bayern-Profi Lothar Matthäus wollte die Szene bei Bild aber nicht überbewerten: „Man kann es so deuten: Seid ruhig, lasst mich einfach Fußball spielen.“

Karls Jubel sei Matthäus zufolge aber nicht als Seitenhieb „gegen die Medien oder Uli Hoeneß oder Max Eberl“ zu deuten. Für ihn sei es „keine bösartige“ Geste gewesen. „Er möchte in Ruhe gelassen werden, wie jeder andere“, führte Matthäus seine Einschätzung weiter aus.  Des Weiteren gehören Persönlichkeiten wie Karl für den 65-Jährigen „heute zum Fußball dazu“.

Hoeneß und Eberl übten Kritik an Karl

Uli Hoeneß und Max Eberl hatten dies zuletzt anders gesehen. „Er ist noch lange kein Superstar, junge Spieler brauchen Demut“, hatte sich Bayerns Ehrenpräsident gegenüber der Welt am Sonntag geäußert und mehr Zurückhaltung vom 18-Jährigen eingefordert.

Auch Sportdirektor Max Eberl richtete im Nachgang kritische Worte an Karl. So sprach er nach dem Sieg im Pokal gegen den 1. FC Magdeburg „von dem ein oder anderen Fehltritt“ des deutschen Nationalspielers abseits des Platzes.

Was hielt Sportdirektor Eberl folglich von der Aktion des 18-Jährigen? „Ich hab’s ehrlicherweise gar nicht gesehen, weil ich mich auch gefreut habe“, äußerte sich der 53-Jährige zur Jubel-Geste, „und dann schaue ich nicht, was die da machen.“

Matthäus: Die Bayern sind „übervorsichtig“

Nach Abpfiff der Partie gegen Atlético Madrid schien der Rekordmeister das Thema in der Mixed Zone dennoch klein halten zu wollen und bat die Medienvertreter darum, von weiteren Nachfragen zu Karls Jubel abzusehen.

So verdeutlichte Manuel Neuer, dass es für ihn „gar nichts zu thematisieren“ gäbe. „Lenny ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Gruppe. Das hat er heute wieder unter Beweis gestellt.“

Für Matthäus stelle dieses Verhalten der Bayern keine Überraschung dar. „Sie wollten Ruhe haben und waren deshalb übervorsichtig“, schätze der 65-Jährige ein: „Ich glaube nicht, dass man Manuel Neuer sagen muss, was er zu sagen und was er nicht zu sagen hat.“

„Der ist mittlerweile so sehr erfahren, hat sein 164. Champions-League-Spiel gestern Abend gemacht, er kann das richtig einschätzen, wenn die Frage der Journalisten kommt“, ergänzte der TV-Experte.

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