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FC Bayern München - eiskalter Hotelpool hilft Manuel Neuer beim Comeback: "Jeden Tag Schmerzen"

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Bayern-Bankett: Dreesen würdigt Rekord-Neuer und staunt über Laimer

Videoclip • 03:51 Min

Erst der eiskalte Hotelpool hilft Bayern-Keeper Manuel Neuer zum Comeback beim Sieg gegen Atletico Madrid, nach dem der Routinier ungewohnt emotional wird.

Außenpools gehören in Spaniens guten Hotels zum festen Inventar.

Die meisten sind aber spätestens jetzt gesperrt und ziemlich runtergekühlt, auch wenn es in Madrid in den Tagen des Besuchs des FC Bayern München tagsüber fast noch spätsommerlich warm war.

Gut, dass das "Inside by Melia" unweit des Flughafens Barajas eine Ausnahme für einen prominenten Gast machte. Denn ohne den Pool im zehnten Stockwerk hätte sich das Comeback von Manuel Neuer wohl erneut verschoben.

"Es war keine leichte Situation für mich in den vergangenen Tagen und Wochen. Ich habe jeden Tag Schmerzen beim Gehen gehabt, heute Morgen auch", berichtete der FCB-Kapitän, der fünf Pflichtspiele in Folge wegen einer hartnäckigen Fußreizung zuschauen musste.

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Hotelpool hilft Manuel Neuer beim Comeback

"Dann bin ich mich eingelaufen, war heute Morgen noch auf der Dachterrasse im Wasser gewesen bei 14 Grad Wassertemperatur. Nach und nach wurde es auch immer besser."

Doch erst beim Aufwärmen vor dem Champions-League-Duell bei Atletico Madrid stand endgültig fest, dass Neuer wieder für Jonas Urbig ins Tor zurückkehren kann.

"Ich habe daran geglaubt. Unsere Mediziner haben alles dafür getan. Jetzt bin ich mega happy, dass ich heute auf dem Platz stehen konnte, dass wir die Null halten konnten und dass wir 2:0 gewonnen haben", berichtete Neuer ungewohnt offen.

Der ehemalige Nationalkeeper zeigt selten Emotionen, doch nach der Partie war das in den Katakomben des Estadio Metropolitano anders. Weil es aus vielen Gründen nicht nur für die Münchner, die ersatzgeschwächt eine beeindruckende Vorstellung zeigten, sondern auch für Neuer ein spezieller Abend war.

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Manuel Neuer über Atletico-Sieg: "Das war einmalig"

"Das war totale Dominanz von der ersten bis zur 93. Spielminute", schwärmte er danach geradezu: "Wir sind echt mega happy, gerade mit der Konstellation, dass wir schon ein bisschen zurückstecken mussten, aufgrund von Verletzungen und dem, was in der Vergangenheit kurzfristig passiert ist beim FC Bayern. Wir haben alles dafür gegeben, dass wir heute so einen Teamerfolg erleben können. Das war einmalig."

Das lag auch an seiner gelungenen Rückkehr auf dem Platz, bei der der Keeper anders als teilweise in der Vergangenheit auf jegliches Risiko verzichtete und so der gesamten Mannschaft Sicherheit gab. Ohnehin ist Madrid offensichtlich ein besonderes Pflaster für ihn.

Hier reifte nach seiner Weltklasseleistung im April beim 2:1-Hinspielsieg bei Real Madrid die Entscheidung, seinen Vertrag noch einmal bis 2027 zu verlängern. Und hier könnte im besten Fall seine erfolgreiche Karriere am 5. Juni nächsten Jahres ihr ruhmreiches Ende finden.

Manuel Neuer pariert im April 2026 gegen Real Madrids Kylian Mbappe. Bild: Alterphotos

Manuel Neuer: "Die üblichen Verdächtigen schlafen auch nicht"

Dass Neuer nach dieser Spielzeit mit dann 41 Jahren seine Laufbahn beenden wird, gilt als sicher. Und natürlich wäre ein Erfolg im an diesem Tag stattfindenden Champions-League-Finale am selben Ort wie am Dienstag ein perfekter Schlusspunkt.

"Ich denke, dass wir sehr gerne nochmal hierhin zurückkehren würden im nächsten Sommer. Das wäre fantastisch. Wir glauben an uns, wir wissen, was in uns steckt", sagte Neuer, meinte aber mit Blick auf Rivalen wie den FC Arsenal, Paris Saint-Germain oder den FC Barcelona: "Die üblichen Verdächtigen schlafen auch nicht."

Real dürfte ebenfalls zum Kreis der Titelfavoriten gehören. Das in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene Trainingsgelände der "Königlichen" konnte Neuer nicht nur vom Hotelpool aus sehen, sondern er bestritt dort mit den Bayern auch am Dienstagmorgen das Anschwitzen für die Begegnung bei deren Erzrivalen Atletico.

Champions League: Nur noch zwei Spieler vor Manuel Neuer

In der "Ciudad Real Madrid" gehören unter vielen Legenden auch zwei Profis aus der jüngeren Vergangenheit zu den absoluten Idolen, denen Neuer in seiner Laufbahn immer wieder gegenüberstand: Cristiano Ronaldo und Iker Casillas.

Der einstige Weltfußballer und Spaniens früherer Weltmeister-Torwart sind seit Dienstag mit 183 bzw. 177 Champions-League-Einsätzen die einzigen verbliebenen Spieler, die noch vor Neuer stehen.

Mit seiner 164. Partie in der "Königsklasse" überholte der Routinier sowohl Lionel Messi als auch Ex-Teamkollege Thomas Müller. Und im Gegensatz zu manchen Profis, die solche individuellen Bestmarken öffentlich gerne kleinreden, gab Neuer unumwunden die Bedeutung zu.

"Das ist etwas ganz Besonderes für mich. Angesichts der Verletzungen, die ich im Laufe meiner Karriere hatte, musste ich ziemlich lange darauf warten", erklärte er.

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FCB-Vorstandsboss würdigt Manuel Neuer

Auch der nach dem ersten Sieg bei Atletico Madrid überhaupt bestens aufgelegte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen hob Neuer in seiner Bankrettrede hervor: "Nur Iker Casillas und Cristiano Ronaldo liegen mit einigen Einsätzen mehr vor dir. Deshalb müssen wir in diesem Wettbewerb so weit wie möglich kommen, um dir die Chance zu geben, zu ihnen aufzuschließen. Das ist deine Mission."

Für den durch den Sieg wahrscheinlichen Fall, dass sich die Bayern direkt fürs Achtelfinale qualifizieren, könnte Neuer bis zum Endspiel allerdings maximal noch elf Spiele bestreiten, würde also weder Ronaldo noch Casillas einholen.

Zumal der Oldie vermutlich selbst weiß, dass das angesichts der in den vergangenen Jahren immer deutlicheren körperlichen Probleme im hohen Fußballer-Alter eher unwahrscheinlich ist.

Für Neuer geht es im Wortsinne nur Schritt für Schritt - aber der letzte Schritt soll möglichst das große Finale an gleicher Stelle wie beim Gala-Auftritt am Dienstagabend sein.

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