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„Wenn mir vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir hier 5:0 gegen Spoho gewinnen, hätte ich sofort unterschrieben“, erklärte Markus Högner am späten Sonntagnachmittag zufrieden. Angesichts der Tabellenkonstellation – Borussia Dortmund ist ungeschlagener Spitzenreiter, Vorwärts Spoho Köln mit nur einem Zähler Fünfzehnter – mag die Erleichterung des BVB-Coaches über den nächsten klaren Erfolg seines Teams vielleicht irritieren; „man muss aber bedenken: Sie stehen eigentlich nur unten drin, weil sie von ihren acht Spielen sieben gegen die Top-Teams verloren haben.“
Entsprechend hatten sich der 59-Jährige und seine Mannschaft auf ein schwieriges Gastspiel in der Domstadt eingestellt, erwischten dann aber einen absoluten Traumstart: Bereits nach einer Viertelstunde lag Schwarz-Gelb dank Alexandra Popp, Frederike Kempe und Jenske Steenwijk mit 3:0 in Front. „In der ersten Halbzeit haben wir eine hervorragende Leistung gezeigt“, befand Högner. „Gerade im Gegenpressing waren wir richtig gut, richtig stark. Klar kam uns zugute, dass wir so früh die Tore gemacht haben. Aber das ist ja auch genau das, was ich verlange: Von Anfang an zeigen, wer der Chef auf dem Platz ist.“
Genau das gelang den Dortmunderinnen auch mit der Drei-Tore-Führung im Rücken, wenngleich sie es lange Zeit nicht schafften, ihren Vorsprung weiter auszubauen. „Wir sind sehr gut reingekommen, haben es danach allerdings verpasst, frühzeitig den Deckel draufzumachen“, bemängelte Kempe und führte weiter aus: „Wir haben uns schon Chancen herausgespielt, waren aber einfach nicht konsequent und zielstrebig genug. Da können wir auf jeden Fall noch dran arbeiten.“
Trotz der Glücklosigkeit vor dem gegnerischen Kasten war Högner auch mit dem Start der zweiten Halbzeit zufrieden. „Aber dann wurde das Spiel insgesamt einen Ticken wilder“, meinte der Trainer. „Der Gegner wurde natürlich auch von außen gepusht, vom Trainer und von der Bank. Man hat auch gemerkt, dass die Zuschauer noch einmal aufgekommen sind.“ In dieser Phase hätten die Dortmunderinnen nach Ansicht von Marina Scholz einen „kleinen Durchhänger“ gehabt. „Aber ich glaube, dass wir hinten raus noch einmal gut ins Spiel gefunden und es solide zu Ende gebracht haben“, so die 20-Jährige.
Scholz war eine von fünf Spielerinnen, die Högner im letzten Drittel einwechselte und die den BVB „wieder zu 100 Prozent auf die Siegerstraße“ brachte. „Wobei, Siegerstraße, da waren wir ja eigentlich schon“, korrigierte sich der erfahrene Fußballlehrer schmunzelnd, „aber mir war wichtig, dass wir noch weitere Tore erzielen.“ Dass Annika Enderle und Scholz in der Schlussphase zum 4:0 respektive 5:0 trafen, machte Högner daher „total glücklich“. Zumal dieser prognostizierte: „Vorwärts Spoho Köln wird jetzt auch anfangen zu punkten und mit der eigenen Qualität da unten rauskommen.“