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Er ist Kompanies Kompagnon und der Herr des Kakadus
Aaron Danks gilt als Standard-Experte im Bayern-Stab und trägt nun zusätzliche Verantwortung an der Seitenlinie. Abseits des Rasens hat er noch eine andere ganz besondere Aufgabe.
Beim Abschlusstraining am Dienstagmittag hatte Aaron Danks bereits das Kommando. Dabei vertrat der 43 Jahre alte Engländer mit den tätowierten Unterarmen und Unterschenkeln seinen erkrankten Chefcoach Vincent Kompany und gab lautstark den Ton an.
Bei der anschließenden Pressekonferenz saß Danks dann ebenfalls für Kompany auf dem Podium und beantwortete dort auch die Fragen der aus seinem Heimatland angereisten Reporter. Gut möglich, dass der Brite auch am Mittwochabend (21 Uhr im Liveticker bei t-online) beim Champions-League-Kracher gegen den FC Arsenal als Kompanys Stellvertreter erneut im Rampenlicht stehen wird.
"Wir sind im ständigen Austausch und kommunizieren sehr viel", sagte Danks als er auf dem Podium vor den Kameras saß und ließ diese Frage offen. "Er wird seinen Input geben, ob das von zu Hause aus oder in der Allianz Arena sein wird, werden wir sehen."
Der Engländer erklärte: "Für mich ändert nicht so viel. Ich plane die Trainingseinheiten ohnehin jeden Tag. Und übernehme die Führung auf dem Rasen." Und weiter: "Wir vermissen Vincent, wenn er nicht da ist. Aber wir haben ein starkes Coaching-Team."
Ein wenig anders sei es für ihn aber schon, räumte er ein, sofern er neben den Verpflichtungen seines Cheftrainers auf der Pressekonferenz am Mittwochabend auch tatsächlich dessen Coaching während des Spiels an der Seitenlinie übernehmen müsse. "Das ist schon anders und noch mal ein anderer Test für mich."
Ganz neu ist diese Erfahrung allerdings auch nicht für ihn. Schon bei der 6:1-Gala der Bayern am Samstag gegen Leipzig stand er an Kompanys Stelle in der Coachingzone am Spielfeldrand. Der aufgrund eines Infekts und Hüftproblemen angeschlagene Kompany verfolgte die Partie größtenteils im Sitzen auf der Trainerbank und musste sich sowohl in der Halbzeitpause als auch unmittelbar nach dem Spiel in der Kabine hinlegen.
Danks hat Kompany aber auch sogar schon einmal in der Königsklasse vertreten. Und zwar beim verlorenen 4:5-Spektakel im Halbfinal-Hinspiel der Vorsaison gegen Paris Saint-Germain, als der Cheftrainer der Bayern wegen einer Gelb-Sperre auf die Tribüne verbannt war.
Ansonsten steht Danks bei Spielen normalerweise besonders dann im Fokus, wenn es Ecken oder Freistöße für die Münchner oder für den jeweiligen Gegner gibt. Dann steht Danks am Spielfeldrand und gibt Zeichen. Er ist in Kompanys Trainerstab unter anderem für die Standardsituationen zuständig.