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Karriere-Knick immer größer: Ex-FC-Star bei Höhenflug außen vor
Damion Downs im Ersatzspieler-Leibchen.
Copyright: IMAGO/Marty Jean Louis Damion Downs, hier als Ersatzspieler bei der Nationalspieler,

Dieser Karriere-Knick wird langsam, aber sicher zu einem fetten Bruch. Nach seinem Abschied vom 1. FC Köln im Sommer 2025 stürmt Damion Downs (22) mittlerweile schon für den dritten Verein. Doch auch dort kommt der US-Nationalspieler nicht in Fahrt.

Vor gut einem Jahr zeigten sich viele FC-Fans über Downs’ Entscheidung überrascht. Nach dem Bundesliga-Aufstieg mit Köln wechselte das Eigengewächs zum englischen Zweitligisten FC Southampton. Der FC kassierte rund acht Millionen Euro Ablöse, doch für Downs zahlte sich der Schritt – zumindest sportlich – nicht aus.

St. Louis steckt Abschied von Marcel Hartel weg

Denn nach nur einem halben Jahr und einer mickrigen Torbeteiligung verliehen die Engländer den Stürmer an den Hamburger SV. Auch beim FC-Konkurrenten erzielte Downs kein Tor, die Rothosen verzichteten folgerichtig auf ihre Kaufoption.

Mittlerweile spielt Downs in der amerikanischen Major League Soccer, steht auf Leihbasis bei St. Louis City unter Vertrag. Der Wechsel in das Heimatland seines Vaters sollte Downs Karriere wieder in Schwung bringen. Doch auch in der MLS tut sich der gebürtige Franke schwer.

Seine Bilanz nach zwei Monaten beim Team aus dem US-Bundesstaat Missouri: Sechs Kurzeinsätze als Joker, kaum Spielminuten, keine einzige Torbeteiligung.

Seinen bisher längsten Einsatz (21 Minuten) verzeichnete er am vergangenen Samstag (17. Oktober). Gegen Minnesota United sollte Downs seinem Team in der Schlussphase dabei helfen, den Ungeschlagen-Rekord in der MLS einzustellen. Stattdessen kassierte St. Louis in der 86. Minute das Tor zum 2:3 – und die erste Pflichtspiel-Niederlage seit Anfang Mai.

Immerhin: Downs wurde in der Länderspielpause dennoch von Nationaltrainer Mauricio Pochettino berufen, kam beim 4:2-Erfolg gegen Chile als Joker zum Einsatz und damit zu seinem siebten Länderspiel. Den Sprung in den WM-Kader hatte er verpasst.

Während es bei Downs persönlich beim neuen Klub nicht läuft, läuft es bei seinem neuen Klub richtig gut. Trotz der Niederlage gegen Minnesota steht St. Louis in der Western Conference hinter den Vancouver Whitecaps um Thomas Müller auf Platz zwei.

Obwohl der Verein im Sommer den schmerzhaften Abgang von Führungsspieler Marcel Hartel verkraften musste – den wie Downs beim 1. FC Köln ausgebildeten Mittelfeldspieler zog es zurück nach Deutschland und zu Hannover 96 – hat das Team unter dem neuen Trainer Yoann Damet nach einem verpatzten Saisonstart einen beeindruckenden Lauf hingelegt.

Unter Sportdirektor Corey Wray und dem Coach, der erstmals als Cheftrainer in der MLS arbeitet, verfolgt der Verein einen datenbasierten Ansatz. Nachdem aus den ersten zehn Spielen nur sechs Punkte und Platz 14 herausgesprungen waren, hat sich die Truppe seitdem kontinuierlich nach vorne gearbeitet.

Vier Spieltage vor Schluss der Regular Season hat das Franchise die Playoffs schon sicher – und Damet wird bereits als möglicher MLS-Trainer des Jahres gehandelt. Downs wird hoffen, dass er sich nach seinem persönlichen Fehlstart ins US-Abenteuer ähnlich gut berappeln kann.

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