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Leverkusen erlebt im Europapokal einen überraschend entspannten Abend, dabei lief längst nicht alles nach Plan. Im Mittelpunkt steht neben Torgarant Schick allerdings auch der Videoassistent.
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Bayer Leverkusen bleibt auch auf internationaler Bühne auf Erfolgskurs. Der Fußball-Bundesligist setzte sich in der Europa League beim polnischen Meister Lech Posen mit 4:0 (3:0) durch und machte mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen weiteren Schritt in Richtung K.o.-Phase.
Schon zum Europapokal-Auftakt hatte Bayer den slowenischen Meister NK Celje mit 2:0 bezwungen. Und gegen die zuletzt in der heimischen Liga starken Polen feierte die Werkself dank des Doppelpacks von Patrik Schick (29. Minute/Handelfmeter und 40./Foulelfmeter) sowie des Treffers von Malik Tillman (32.) und Ibrahim Maza (89.) bereits den vierten Pflichtspielerfolg in Serie.
Im Höllenlärm von vielen Tausend türkischen Fans hat die TSG 1899 Hoffenheim auch ihr zweites Europa League-Spiel verloren. Die Kraichgauer unterlagen im eigenen Stadion gegen Besiktas Istanbul mit 2:3 (0:0). Am zweiten Spieltag der Ligaphase trafen Michael Murillo (60. Minute) und Hyeongyu Oh (72./79.) für den Tabellenzweiten der türkischen Süper Lig. Fisnik Asllani (68.) und Koki Machida (87.) erzielten die Tore für die Gastgeber in einer Partie, die sich für die Hoffenheim wie ein Auswärtsspiel angefühlt haben dürfte.
Fünf Tage nach der 2:3-Niederlage gegen den Hamburger SV und drei Tage vor dem Kellerduell bei Borussia Mönchengladbach fehlte es dem Vorletzten der Fußball-Bundesliga an zwingenden Aktionen. Ihr Kapitän und Keeper Oliver Baumann war allerdings erst in der zweiten Halbzeit gefordert gegen eine spielerisch überlegene Mannschaft.
So laut war es in der mit 28.632 Zuschauern ausverkauften Sinsheimer Arena selten. Die Gäste-Anhänger brüllten ihre Mannschaft nach vorn - den ersten gefährlichen Angriff verbuchte aber die TSG: Nach einer Bernardo-Flanke köpfte Machida an den rechten Pfosten (3.).
Der SC Freiburg hat seinem Trainer Julian Schuster zum Jubiläum einen verdienten Heimsieg geschenkt. Im ersten Conference-League-Spiel der Vereinsgeschichte siegten die Südbadener gegen den tschechischen Fußball-Erstligisten FK Jablonec mit 3:2 (1:1). Vincenzo Grifo (15. Minute), Dusan Pavlovic (56./Eigentor) und Maximilian Eggestein (65.) sorgten für die SC-Treffer. Matthias Ginter (28./Eigentor) war für das Gästetor vor 28.100 Zuschauern verantwortlich. Für Schuster war es in seinem 100. Pflichtspiel als SC-Coach der 52. Sieg.
Für seine Jubiläumspartie hatte der 41-Jährige im Vergleich zum 2:1-Ligasieg gegen den FC Schalke gleich sieben Änderungen in der Startelf vorgenommen. Lediglich Torhüter Mio Backhaus, Ginter, Maximilian Eggestein und Yuito Suzuki begannen erneut. Unter anderem rutschten Kapitän Christian Günter und Grifo neu in Schusters 4-2-3-1-System.
„Der Traum vom Titel bleibt“, hatten die SC-Fans ihren Europapokal-Wunsch auf eine rot-weiße Choreo gepinselt, nachdem in der Vorsaison nur Aston Villa die Freiburger im Europa-League-Finale (0:3) stoppen konnte. Dass die Schuster-Elf auch in der Conference League gern wieder für das Endspiel nach Istanbul reisen würde, zeigten sie mit einem über weite Strecken dominanten Auftritt.
RND/dpa