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Thomas Müller gilt als einer der fröhlichsten Typen im Fußball. In einem kanadischen Podcast spricht der Ex-Bayern-Star darüber, was hinter seiner Leichtigkeit steckt.
In der Videopodcast-Reihe "The Christy Clark Show" hat Thomas Müller seltene private Einblicke gegeben. In dem Interview erklärte der 37-jährige Ex-Bayern-Profi, sein Optimismus sei von Natur aus entstanden – und durch Erfahrungen im Teamsport gefestigt worden. Zugleich räumte er ein, dass seine lockere Art von anderen Menschen manchmal falsch eingeschätzt werde.
Müller beschrieb seine Lebenseinstellung als etwas, das ihn schon immer begleitet habe. "Ich glaube, ich war schon immer optimistisch, auf ganz natürliche Weise", sagte er im Gespräch mit der ehemaligen kanadischen Politikerin Christy Clark. Seine Eltern würden das wohl bestätigen, meinte er. Diese Haltung sei schlicht "Glück" gewesen. Doch die Begegnungen mit vielen verschiedenen Menschen hätten ihn darin bestärkt: "Wenn ich hinter die Kulissen schaute, habe ich bemerkt, dass es oft auch einfach sehr nützlich ist, optimistisch zu sein."
Den Fußball sieht Müller als weiteren Faktor. Im Teamsport müsse man um seinen Platz kämpfen und sich gleichzeitig als Teil einer Einheit fühlen. Er beschrieb diesen Spagat so: "Es geht um Wettkampf, aber auch darum, sich gegenseitig zu helfen. Man wird Spiele gewinnen, Spiele verlieren, manchmal ist es dein eigener Fehler und manchmal bist du der Held. Es ist ein Mix zwischen realistisch und optimistisch sein, der einen dann weiterbringt. [...] Eine andere Einstellung macht keinen Sinn. Auch macht es keinen Spaß, anders zu denken. Und es wäre eben nicht nützlich, um seine Ziele zu erreichen."
Dass sein Auftreten nicht immer richtig verstanden werde, räumte Müller offen ein. "Das Problem, das andere Menschen mit mir haben, ist manchmal, dass sie denken, ich wäre immer nur optimistisch und würde alles immer nur auf die leichte Schulter nehmen." Dabei wisse er genau, wann Ernst angebracht sei. "Aber selbst dann schaffe ich es eben, einen Witz zu machen – auch wenn ich zum Beispiel im Wettkampfmodus bin."
Eine weitere Gefahr sieht Müller darin, dass andere aus seinem Beispiel falsche Schlüsse ziehen könnten. "Die sehen dann, dass ich gelassen bin und damit Erfolg habe, und denken: 'Okay, entspannt zu sein ist anscheinend etwas Gutes, um abliefern zu können.'" Dabei werde übersehen, dass auch für ihn weit mehr dazugehöre, als die Dinge mit einer lockeren Einstellung anzugehen.