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Operation statt Katar-Rennen? Alex Marquez wägt alle Optionen ab

Erst die Poleposition, dann der Crash im Sprint - Alex Marquez gesteht einen Fahrfehler in Sepang - OP-Gerüchte stellen nun seinen Katar-Start infrage

(Motorsport-Total.com) - Alex Marquez erlebte beim Grand Prix von Malaysia am Samstag ein Wechselbad der Gefühle. Am Vormittag eroberte er die dritte Poleposition seiner MotoGP-Karriere, aber im Sprint stürzte er, in Führung liegend, in der dritten Runde von seiner Gresini-Ducati.

© Qian Jun/MB Media/Getty Images

Zieht Alex Marquez eine OP vor und verpasst dadurch Katar? Zoom

Aber auch abseits der Rennstrecke sorgte der jüngere Marquez für Aufsehen. Der Fernsehsender Sky Sport Italia berichtete am Samstag, dass sich Alex Marquez in der kommenden Woche einer Operation unterziehen könnte.

Bisher lautete der Plan, dass er sich nach Saisonende einem Eingriff unterziehen werde, um eine Platte am rechten Schlüsselbein zu entfernen. Er hatte es sich bei dem schweren Unfall in Barcelona Mitte Mai gebrochen.

Nun soll diese Operation vorgezogen werden. Infolgedessen würde Alex Marquez den umstrittenen Grand Prix von Katar am kommenden Wochenende verpassen. Bestätigt ist der Operationstermin vom Gresini-Team allerdings noch nicht.

Nach dem Sprint blieb Alex Marquez vage: "Nun, wir wägen derzeit alle Optionen ab. Ihr wisst ja, dass ich mich durchbeiße. Nach jeder Rückkehr von den Rennen habe ich Spritzen bekommen, um die Schmerzen in der rechten Schulter einzudämmen."

"Wir versuchen momentan, sämtliche Möglichkeiten genau zu prüfen, und dann sehen wir weiter. Aber so stellt sich die Lage nun einmal dar: Seit meinem Comeback nach dem Sturz in Barcelona leide ich sehr."

"Deshalb analysiere ich nach wie vor die Gesamtsituation", sagt der 30-Jährige. Den Sturz im Sprint in Kurve 14 überstand Alex Marquez unverletzt. Seine Ducati trug jedoch bei mehreren Überschlägen im Kiesbett schwere Schäden davon.

Keine Ausreden: Marquez schließt Regen als Ursache aus

Zum Zeitpunkt des Sturzes fielen einige Regentropfen. Alex Marquez führte das Feld an. Er widerspricht aber der Vermutung, dass die Regentropfen und möglicherweise rutschige Verhältnisse die Ursache seines Abflugs waren.

"Nein, mir ist ein winziger Fehler unterlaufen. Aber bei diesen heißen Bedingungen und dem recht niedrigen Grip-Niveau wirkt sich ein kleiner Schnitzer genau so aus - alles bewegte sich extrem am Limit."

"Offen gestanden habe ich in dieser Kurve überhaupt nicht mit einem Sturz gerechnet. Vielleicht war es ein bisschen zu viel Selbstvertrauen durch die Pole heute Vormittag oder etwas in der Art."

"Ich war wohl etwas zu optimistisch, und das war es dann eben: ein kleiner Fehler, der uns den Kampf um den Sieg gekostet hat. Mir geht es gut. Es war zwar ein Sturz bei hohem Tempo, aber körperlich ist alles in Ordnung."

Und die Regentropfen spielten wirklich keine Rolle? "Ein kleines bisschen, aber das war nicht die Ursache für meinen Sturz", antwortet Alex Marquez auf diese Nachfrage.

Er räumt allerdings ein, dass der Zustand des Asphalts an dieser Stelle am heikelsten ist. Bereits nach dem Freitagstraining hatten einige Fahrer berichtet, dass sich sogar Steine aus dem Asphalt lösten.

Dennoch ist nicht alles verloren. Von der Poleposition aus hat er im Grand Prix die Chance, seinen Vorjahressieg zu wiederholen. "Ja, es fühlte sich wirklich großartig an", blickt er auf das Qualifying zurück.

"Aber wenn man am Ende keine Punkte mitnimmt, ist es unterm Strich wertlos. Trotzdem war es heute Vormittag ein schönes Gefühl, diese Runde hinzulegen. Hier weiß ich normalerweise genau, wie ich attackieren und die Rundenzeit mit der Ducati herausholen muss. Von daher war ich wirklich sehr glücklich darüber."

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