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Im November stehen in Levi und Gurgl Slaloms auf dem Programm, ehe die Nordamerika-Tournee beginnt. Einige aus dem ÖSV-Team werden die Vorbereitung auf die kommenden Bewerbe vorerst in Sölden auf dem Rettenbachferner absolvieren, weitere Trainingsstätten in Österreich sollten auch dank Depotschnees demnächst zur Verfügung stehen.
Nach dem starken Saisonauftakt vor einem Jahr mit dem Sieg von Scheib und Platz zwei durch Marco Schwarz in den Riesentorläufen waren nach deren Ausfällen heuer jeweils im ersten Durchgang die Ränge neun für die abseits des ÖSV trainierende Gritsch und fünf für Haaser nach Bestzeit im zweiten Durchgang die heimischen Topergebnisse. Bei den Frauen war keine weitere Österreicherin klassiert.
Der sportliche Leiter des ÖSV Christian Mitter zog Bilanz über das Rennwochenende in Sölden. Es sei ein holpriger Start gewesen, so Mitter.
„Wir haben bei beiden Geschlechtern einen guten Plan, wie wir es machen wollen. Wenn das immer funktionieren würde und so einfach wäre, wären wahrscheinlich eh alle Weltmeister. Es ist ein unglaublich spannender Sport, es kann viel passieren, nach oben und unten“, sagte ÖSV-Alpinchef Christian Mitter.
Bei den Herren sei einiges schiefgegangen, doch habe man eine Mannschaft und den Ausfall von Schwarz halbwegs kompensieren können, sagte Mitter. „Da wollen wir bei den Damen auch hin.“
Man habe gewusst, dass es bei einem möglichen Ausfall Scheibs schwer werden würde, weil der Mittelbau mit Nina Astner, Lisa Hörhager und Katharina Liensberger nach Verletzungen fehle. „Franziska hat es top gemacht. Sie hat einen super Tag gehabt, für uns war es kein guter“, fügte der Alpinchef an.
Im Männer-Rennen kamen mit Haaser (Fünfter), Patrick Feurstein (Zehnter), Stefan Brennsteiner (Elfter) und Joshua Sturm (17.) vier Athleten in die Punkteränge.
„Der zweite Durchgang war nahe dran am Training, im ersten war noch Luft nach oben. Sollte es einmal zweimal hinhauen, ist der Sprung nicht mehr ganz so weit zu den vorderen Plätzen", meinte Weltmeister Haaser nach seinem besten Weltcup-Karriereergebnis in dieser Disziplin. Zehnmal war er nun in den Top Ten, in seinem Paradeevent Super-G sind es acht Stockerlplätze, ein Weltcup-Sieg fehlt dem 29-Jährigen noch.
Brennsteiner musste das schlechteste Riesentorlauf-Ergebnis seit Schladming (15.) verdauen, unzufrieden zeigte sich auch Sturm („Ich konnte es nicht bei jedem Schwung umsetzen“), Erleichterung empfand dagegen Patrick Feurstein. „Ich habe nicht sinnlos riskiert. Ich nehme den zehnten Platz gerne mit, weil es letztes Jahr viele Nuller gegeben hat. Ich bin froh, dass ich wieder einen Schritt in der Startliste nach vorne machen kann“, meinte der 29-Jährige.
Nur fünfmal schrieb der Riesentorlauf-Spezialist im vergangenen Winter an. „Ich habe oft gemeint, ich bin so super, dass ich bei den schwierigen Toren noch viel direkter reinfahren kann, einen noch engeren Radius fahren kann als manch anderer“, sagte Feurstein. Das sei nicht der Fall, daher befindet er seinen Schwung nun schnell genug. „Für was auch immer. Am heutigen Tag für den zehnten Platz, an einem anderen Tag für weiter vorne“, meinte er nach dem insgesamt siebenten Top-Ten-Rang.