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Tapfere Österreicherinnen verlieren historisches WM-Debüt

Österreichs Eishockey-Nationalteam der Frauen hat das erste Spiel bei einer A-WM bestritten, auch das erste Tor des Turniers erzielt – verlor gegen Tschechien aber 1:4.

© Robanser
Österreich verteidigte diszipliniert

Sie haben gekämpft wie die Löwinnen, die Frauen vom österreichischen Eishockeynationalteam. Ihrem ersten A-WM-Spiel in der eigenen Historie drückten die tapferen Kriegerinnen von „Team Austria“ im dänischen Esbjerg merklich ihren Stempel auf. Tschechien, die klaren Favoritinnen und eine wahre Topnation gespickt mit qualitativer Extravaganz, wurden ob der Aggressivität und Disziplin der Truppe von Alexander Bröms gleich mehrere Denkaufgaben gestellt. Die erste schon nach wenigen Sekunden, als Kapitänin Anna Meixner den ersten Schuss des Turniers auf ein Gehäuse abgab. Die zweite, massivere, nach gut sieben Minuten: Meixner war auf und davon und düpierte Tschechien-Torhüterin Klára Peslarová. Das Premierentor war Realität und wieder ein Stück heimischer Sportgeschichte.

Erstes A-WM-Tor in Österreichs Fraueneishockey-Geschichte: Anna Meixner (8.)

Wer dachte, dass die Tschechinnen rollende Angriffe durchführen würden, um den Underdog rasch zurückzudrängen, irrte. Es dauerte bis kurz vor Ende des ersten Abschnitts, da war ÖEHV-Keeperin Selma Luggin erstmals überwunden. Ein schlichter Zuteilungsfehler war die Ursache – 1:1. Es dauerte alles in allem eine gute halbe Stunde, ehe sich die Qualität der Favoritinnen klarer bemerkbar machte. Natálie Mlynková erzielte mit viel Glück – oder besser gesagt mit Hilfe des Schuhs von Österreich-Verteidigerin Annika Fazokas – das 2:1. Verdient, lautete die Torschussstatistik des zweiten Abschnitts doch 3:14 aus rot-weiß-roter Sicht.

Im Schlussdrittel wurde es zu deutlich

Auch wenn die Schützlinge von Teamchef Alexander Bröms bemüht waren, ihren sprichwörtlichen Stiefel im besten Sinne herunterzuspielen, gingen mit Fortdauer der Partie trotz speziell starken Penalty-Killings doch Lücken auf. Und bedingten am Ende eine 1:4-Niederlage. „Es waren zwei sehr gute Drittel, im letzten Drittel hatten wir zu viele Strafen und wurden zurückgedrängt. Aber wir wussten, dass das richtig hart wird“, resümierte Teamchef Alexander Bröms.

Weiter geht es bereits am Samstag (19 Uhr, ORF Sport+) gegen Deutschland. „Das Spiel, das wir auf jeden Fall gewinnen wollen, dann haben wir sogar eine Chance aufs Viertelfinale“, ist ÖEHV-Stürmerin Lena Dauböck kämpferisch.

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