flag
back Zurück
Deutscher Rekord wackelt: Wunderkind (15) vor Bundesliga-Debüt gegen den HSV
Niko Ilicevic und Marvin Dills auf dem Spielfeld
Copyright: IMAGO / HMB-Media Niko Ilicevic und Marvin Dills auf dem Spielfeld.

An diesem Samstag wird Niko Ilicevic endlich 16. Bereits vierundzwanzig Stunden danach winkt dem Teenager ein echtes Fußball-Märchen.

Aktuell zählt das Ausnahmetalent aus der Main-Metropole noch 15 Jahre, doch der allererste Auftritt im deutschen Oberhaus rückt greifbar nahe. Am Sonntag wartet ab 17.30 Uhr (live auf DAZN) das Duell mit dem Hamburger SV. Erst ab dieser Begegnung besitzt SGE-Coach Adi Hütter (56) überhaupt die offizielle Spielberechtigung für seinen Nachwuchskicker.

Auf Augenhöhe mit Youssoufa Moukoko

Ein Wechsel ins Ausland oder in den Süden der Republik wäre problemlos möglich gewesen. Zahlreiche internationale Spitzenvereine buhlten intensiv um die Dienste des Rohdiamanten, darunter Schwergewichte wie Chelsea, Barcelona sowie der Münchner Rekordmeister. Allerdings erteilte der Youngster sämtlichen Top-Adressen eine Absage und hielt stattdessen den Adlerträgern die Treue.

Dieses Wochenende verspricht für den Traditionsklub einen Eintrag in die Geschichtsbücher! Sollte der Offensivmann im Kräftemessen mit den Rothosen tatsächlich den Rasen betreten, zieht er im Ranking der allerjüngsten Debütanten des Oberhauses mit Youssoufa Moukoko (21, mittlerweile bei Corum FK aktiv) gleich. Genau wie das frühere BVB-Talent zählt auch der Frankfurter bei seinem möglichen Einstand exakt 16 Jahre und einen Tag.

Kaum jemand zweifelt daran, dass die Verantwortlichen am Main diese einmalige Gelegenheit beim Schopfe packen werden. Dabei geht es keineswegs bloß um eine nette Statistik für die Annalen. Vielmehr sind die Bosse restlos davon überzeugt, dass ihr Schützling sportlich längst für die höchste Spielklasse gewappnet ist. Das berichtet „bild.de“.

Trotz aller Euphorie versucht Klubchef Mathias Beck (55), die Erwartungshaltung noch etwas zu dämpfen. Gegenüber der „Bild“ betont der Boss: „Wir wissen im Endeffekt ja gar nicht, ob er wirklich debütiert. Das muss ja letztendlich der Trainer entscheiden.“

Gleichzeitig ist jedoch ein offenes Geheimnis, wie sehr Trainer Hütter bereits seit geraumer Weile von den Qualitäten des Jungen begeistert ist. Vor allem das Engagement des Youngsters bei gegnerischem Ballbesitz imponiert dem Coach aus Österreich gewaltig, da genau diese Tugend für ihn oberste Priorität genießt. Folglich stehen sämtliche Zeichen auf eine Einwechslung am kommenden Sonntag.

Der Vereinsboss selbst verhehlt seine Begeisterung über den Spieler aus den eigenen Reihen keineswegs: „Ich freue mich, dass wir so ein Talent bei der Eintracht haben, das aus unserer Nachwuchsschmiede kommt. Dass er schon im Jugendbereich immer hochklassiger gespielt hat und sich da klar gezeigt hat, und wir können nur sagen: Bei den Spielen am Riederwald waren wir von ihm immer total begeistert. Da freuen wir uns drauf. Aber der Junge muss behutsam aufgebaut werden. Darum geht’s.“

In der Bundesliga-Truppe mischt der Rohdiamant längst im Training voll mit: Schon die gesamten Sommerwochen über schwitzte Ilicevic im Kreise der ersten Mannschaft. Seit dem ersten Spieltag verpasste er zudem keine einzige Übungseinheit der Lizenzspieler. Die Idee dahinter ist simpel: Der Körper des Teenagers soll sich schnellstmöglich an die robuste Gangart im bezahlten Männerfußball anpassen.

Ein Blick hinter die Kulissen verdeutlicht die immense Wertschätzung der Vereinsführung. Laut Informationen der „Bild“ verzichtete der scheidende Sportvorstand Markus Krösche (46) während der abgelaufenen Sommer-Transferperiode absichtlich auf zusätzliche Einkäufe für die Offensive. Auf diese Weise hielt der Manager gezielt einen Platz im Aufgebot frei, anstatt dem aufstrebenden Eigengewächs neue Hürden in den Weg zu stellen.

Niko Ilicevic soll der neue Can Uzun werden

Die langfristigen Aussichten für den DFB-Juniorennationalspieler (U17) sind gigantisch. Planmäßig soll er bis zum nächsten Sommer in die Fußstapfen des Spielgestalters Can Uzun (20) treten. Letzterer führt das interne Ranking am Main mit einem geschätzten Marktwert von 45 Millionen Euro momentan als teuerster Profi an.

Angesichts dieser enormen Veranlagung des offensiven Mittelfeldmannes verwundert das rege Interesse diverser Klubs aus dem In- und Ausland kaum. Speziell die Verantwortlichen aus München legten sich im Werben um den Ausnahmekicker mächtig ins Zeug. Letztlich glückte Manager Krösche jedoch ein echtes Meisterstück, indem er den begehrten Youngster dauerhaft in Hessen hielt.

Hierfür suchte der Funktionär über Monate hinweg regelmäßig das Gespräch mit den Angehörigen des Spielers, um ihnen eine detaillierte sportliche Perspektive aufzuzeigen. Dieses Konzept leuchtete sowohl dem Nachwuchsstar als auch seinen Beratern vollkommen ein. Das Resultat: Im Juli unterzeichnete Ilicevic ein entsprechendes Förderarbeitspapier und stellte sich der Aufgabe bei der SGE.