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Schon 1965 sind sich Mainz 05 und Werder Bremen begegnet. In den vergangenen Jahren gab es dann viele Erlebnisse zwischen den Vereinen. Ein Blick auf besondere Momente und Wechsel.
Mainz. Am Samstag um 15.30 Uhr stehen sich Mainz 05 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga gegenüber. Beide Vereine haben gemeinsame Erlebnisse.
Der Pokal-Coup: Es war eine der größten Sensationen der bisherigen DFB-Pokal-Historie von Mainz 05: In der ersten Hauptrunde des Wettbewerbs 1964/65 warf der damalige Regionalligist den SV Werder Bremen raus, der am Ende der Saison den Gewinn der Deutschen Meisterschaft feierte. Und noch aus einem anderen Grund schrieb die Partie am 16. Januar 1965 Fußball-Geschichte: Die Partie musste in der 39. Minute für eine halbe Stunde unterbrochen werden, weil ein Pfosten brach, nachdem der Bremer Verteidiger Max Lorenz ins Tornetz fiel . Ulrich Meyer (56.) schoss das 1:0-Siegtor für die Mainzer, die in der folgenden Runde auch die damalige Top-Mannschaft TSV 1860 München ausschalteten . Die weiteren Duelle im DFB-Pokal gehen aber an Werder. Die Hanseaten gewinnen 1992 mit 3:1 und 1995 mit 3:2.
Das erste Bundesliga-Duell: Die Heim-Partie gegen den damals amtierenden Deutschen Meister Werder zählt zu den Mainzer Höhepunkten der Premieren-Saison 2004/05. Am 16. Oktober 2004 gehen die Bremer wie erwartet in Führung durch Angelos Charisteas, der wenige Monate zuvor bei der EM das entscheidende Tor zum griechischen Triumph geschossen hatte. Doch dann zeigte Ranisav Jovanovic seine stärkste Leistung im 05-Trikot und bereitete die Treffer von Niclas Weiland (83.) und Benjamin Auer (90.) zum Mainzer 2:1-Sieg vor.
Die Rekord-Heimniederlage: Nach dem Coup von 2004 taten sich die 05er in der Folge schwer gegen Bremen. Die bitterste Pleite gab es am 27. Oktober 2006. Vor allem, weil die Werder-Angreifer Miroslav Klose und Aaron Hunt einen Sahnetag erwischten, jeweils zwei Tore erzielten und zwei vorbereiteten zum 4:0-Zwischenstand. 6:1 hieß es am Ende, weil zudem Naldo und Diego für Bremen sowie Mimoun Azaouagh für Mainz trafen. Gemeinsam mit einem 0:5 gegen RB Leipzig in der Saison 2019/20 für die 05er die bisher höchste Heimniederlage in der Bundesliga.
Der Last-Minute-Sieg: Mittwochabend im Bremer Weserstadion. Die Werder-Fans wähnten ihr Team am 21. September 2016 auf dem besten Weg zu einem Heimsieg, weil Izet Hajrovic (12.) auf 1:0 gestellt hatte. Yunus Malli glich spät aus (87.). Und dann geschah, womit niemand mehr gerechnet hatte: Die 05er schossen spät in der Nachspielzeit noch das Siegtor zum 2:1. Gerrit Holtmann passte scharf hinein, und Pablo de Blasis vollendete.
Der Rekord-Auswärtssieg: Es war ein kalter Dienstagabend in Bremen, als sich am 17. Dezember 2019 zwei abstiegsgefährdete Teams gegenüber standen. Nach 38 Minuten war die Partie dann aber schon entschieden: Mainz führte gegen Bremen durch einen Dreierpack von Robin Quaison und ein kurioses Eigentor von Werder-Keeper Jiri Pavlenka 4:0. Jean-Philippe Mateta stellte auf 5:0 und vollendete so einen der sechs bisherigen Rekord-Siege der Mainzer in der Bundesliga mit diesem Ergebnis.
Die verrückte Schlussphase: Bis zur 85. Minute steuerte die Partie am Karsamstag 2023 auf ein 0:0 zu. Wer da schon das Mainzer Stadion verließ, verpasste einiges. Genauer: vier Tore. 1:0 Ludovic Ajorque (85.), 1:1 Jens Stage (87.). Und dann jubelten die 05er schon über den vermeintlichen Siegtreffer von Nelson Weiper (90.+3). Aber bei Werder stand noch Niclas Füllkrug auf dem Feld, der die Stimmung im Gäste-Block mit dem Tor (90.+5) zum 2:2-Endstand explodieren ließ.
Das bisher letzte Duell: Für beide Teams ging es um Punkte im Abstiegskampf. Zwischen den Spielen im Conference-League-Achtelfinale gegen Sigma Olmütz gewannen die 05er in Bremen durch Tore von Paul Nebel (5.) und Jae-sung Lee (52.) 2:0 und kletterten an Werder vorbei auf den 13. Platz.
Das Hin und Her von Spielern: Für gleich drei Fußball-Profis ging es zwischen Mainz und Bremen zum Teil mehrfach hin und her. 05-Eigengewächs Manuel Friedrich wechselte 2002 nach Bremen und wurde im Januar 2004 wieder Mainzer, dann bald Bundesliga-Aufsteiger und schließlich Nationalspieler. Stürmer Mohamed Zidan kam 2005 von Bremen nach Mainz, ging 2006 wieder zu Werder und kam im Januar 2007 zurück nach Mainz. Leon Andreasen lieh Werder von Januar bis Juni 2007 nach Mainz. Für beide Vereine spielten zudem Ivan Klasnic, Stefanos Kapino, Anthony Ujah, Gerrit Holtmann, Leon Balogun und Levin Öztunali.
Die Sportarten im Verein: Mainz 05 und Werder Bremen begegnen sich nicht nur im Männer-Fußball. Die 05-Fußballerinnen feierten ihre Bundesliga-Premiere gegen Werder (1:2). In der Tischtennis-Bundesliga gab es schon Duelle, und die Handballerinnen beider Clubs messen sich regelmäßig in der Zweiten Bundesliga.