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Spiel, Satz und Sieg für die Inklusion

Die Erste Bank Open in Wien servieren von Donnerstag bis Samstag auch einen Rollstuhltennis-Bewerb. Zwei Österreicher sind dabei.

© e|motion group / Feuster
Maximilian Taucher, Herwig Straka und Nico Langmann (von links)

Zum zweiten Mal nach 2025 servieren die Wiener Erste Bank Open auch einen Rollstuhlbewerb, zum ersten Mal sind gleich zwei Österreicher im Einsatz. Routinier Nico Langmann und Top-Talent Maximilian Taucher fordern ab heute die Weltelite (drei Spieler aus den Top fünf haben genannt) in der Marx-Halle, das Endspiel wird am Samstag (12.30 Uhr, ORF Sport+ live) auf dem Center Court der Stadthalle ausgetragen. Langmann bekommt es im Viertelfinale mit Italiens Nummer eins Luca Arca zu tun, der erst 18-jährige Taucher trifft auf den britischen Weltranglistenzweiten und 37-fachen Grand-Slam-Sieger Alfie Hewett.

„Wir wollen das Turnier auf unterschiedlichen Plattformen immer mehr ausweiten, da war der Schritt zum Rollstuhltennis nur logisch. Ich bewundere den Sport“, sagt Turnierdirektor Herwig Straka. Der dreitägige Bewerb ist mit 30.000 Euro dotiert. „Es ist unglaublich cool, dass wir nicht nur ein Side-Event, sondern ein Teil eines Weltklasseturniers sein können und bei uns auch quasi die gesamte Weltklasse vertreten sein wird. Die Stadthalle ist damit ein absolutes Vorzeigeprojekt und setzt ein vorbildliches Zeichen hinsichtlich Inklusion“, freut sich der 29-jährige Langmann.

Für Landsmann Taucher „ist es eine große Ehre, hier dabei sein zu dürfen. Ich kann bestimmt viel von den Topspielern lernen und freue mich schon darauf, vor heimischem Publikum spielen zu können“, sagt der Vorarlberger, der sechs Junioren-Grand-Slam-Titel (drei im Einzel, drei im Doppel) erobert hat, heuer sein erstes Jahr bei den Erwachsenen bestreitet und bereits drei Turniere gewinnen konnte. Auch Langmann musste bereits das außergewöhnliche Talent Tauchers akzeptieren, luchste ihm der Jungspund doch den Staatsmeistertitel ab. „Mit dem passenden Ehrgeiz ist viel möglich“, lächelt die ehemalige Nummer eins der Juniorenweltrangliste.

Im österreichischen Ranking finden sich derzeit knapp 40 Rollstuhltennisspieler, Langmann und Taucher betreiben den Sport als einzige hauptberuflich. Das Leben könne man sich ähnlich vorstellen wie das eines ATP-Profis. „Es ist nur nicht ganz so glamourös“, lächelt Langmann. „Es gibt sehr viele Turniere auf der ganzen Welt. Man kann pro Woche zwischen zwei und drei Events wählen. Das heißt, man kommt auf bis zu 25 Turniere im Jahr. Allerdings haben wir noch nicht so viele Combined-Events wie hier in der Stadthalle, die noch mehr Aufmerksamkeit auf unseren Sport ziehen. Und so können wir mehr Menschen erreichen.“

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