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Wenige Tage vor der nächsten Länderspielpause hat Cristiano Ronaldo für eine faustdicke Überraschung gesorgt und am Donnerstag in einem knapp fünfminütigen Video seinen Rücktritt aus der portugiesischen Nationalmannschaft erklärt (90min berichtete).
Nach dem Eklat während der letzten Länderspielreise schien es zuletzt eigentlich so, als hätten sich beide Seiten wieder zusammengerauft. Doch stattdessen wird CR7 nicht mehr für Portugal auflaufen – außer vielleicht in einem letzten Abschiedsspiel.
Lothar Matthäus findet deutliche Worte zur Entwicklung der letzten Wochen, in denen sich weder Ronaldo, noch der portugiesische Verband mit Ruhm bekleckert haben. "Das Ende seiner Nationalmannschafts-Karriere und die letzten Wochen generell waren unwürdig und an Peinlichkeit nicht zu überbieten", lästerte der TV-Experte gegenüber Sky.
"Er hat im Gegensatz zu Messi den richtigen Moment verpasst und der Verband hat sich mit der lächerlichen Strafe nach seiner Abreise ebenfalls total blamiert", kritisierte Matthäus, der hervorhob, dass Ronaldo sich während seiner Zeit bei Manchester United und Real Madrid "ein tolles Lebenswerk" aufgebaut habe.
Aber: "Das Ende hätte nicht schlimmer sein können. Absolut unwürdig", lauteten die deutlichen Worte des 65-Jährigen. "Schon sein Wechsel nach Saudi-Arabien hat dafür gesorgt, dass man nichts mehr von ihm sieht. Bei Messi in Amerika hat man mehr mitbekommen. Er hat eben auch dort mehr geliefert."
"Vor allem aber seine [Messi, Anm.] Leistungen bei der WM und die Tore waren grandios. Von Ronaldo war dort schon kaum was zu sehen. Darum hätte er wie Messi nach dem Turnier mit einem Abschiedsspiel wunderbar und mit Liebe und Applaus verabschiedet werden sollen. Aber nein, er musste ja weiterspielen, dann beleidigt abreisen und dann vom Verband mit einer peinlichen Strafe von ein paar Hundert Euro belegt werden. Unwürdig hoch zehn", so das knallharte Fazit von Matthäus.
Ronaldo hatte wohl darauf gehofft, mit dem Verbleib in der Nationalmannschaft seine Chancen auf 1.000 Karriere-Tore zu erhöhen. Sein öffentliches Image hat darunter jedoch extrem gelitten.