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Der FC Bayern hat sich vor dem Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal warmgeschossen. Nach zwei Unentschieden gegen Augsburg und Stavanger ließ der deutsche Rekordmeister RB Leipzig beim 6:1 im Bundesliga-Topspiel am Samstag keine Chance.
Das gibt Auftrieb für das Aufeinandertreffen gegen die Gunners, die im Mai noch im Finale der Königsklasse standen. Verzichten müssen die Bayern am Mittwoch (21. Oktober, 21 Uhr, DAZN) allerdings auf Michael Olise. Der Franzose war in der vergangenen Woche in Norwegen mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, weil er – Sekunden zuvor bereits verwarnt – Stavanger-Kapitän Zlatko Tripic den Ball ins Gesicht geworfen hatte.
Für Moderator Thomas Wagner und Kommentator Frank Buschmann sind die Bayern gegen Arsenal trotzdem Favorit, wie beide in der Sky-Sendung „Glanzparade“ am Montag betonten. Buschi ruderte hinsichtlich einer Aussage jedoch zurück. „In einem anderen Gespräch habe ich gesagt: Die schießen die ab. Da war mir aber gar nicht so ganz gewahr, es ist natürlich ohne Olise. Das darf man nicht vergessen.“
Wegen der Vorschau auf das Bayern-Spiel gegen Arsenal kamen die beiden nochmal zurück auf den Platzverweis von Olise, der von Tripic über das gesamte Spiel provoziert worden war. „Was der da veranstaltet hat! Und er hat es ja auch hinterher – das ist ja schon fast wieder erfrischend – zugegeben, dass es sein Ding war, Olise zu provozieren und immer wieder gegenzuhalten“, sagte Buschmann. „Ich fand das noch harmlos, was Olise gemacht hat. Mir wären, glaube ich, die Gäule irgendwann komplett durchgegangen.“
Wagner gab derweil zu, er habe Tripic „ein bisschen gefeiert“. Er verstehe zwar auch, dass Olise „fast durchdreht. Aber die Bayern-Fans sollen sich mal an Mark van Bommel erinnern! Das war wirklich asozial, wie der die Leute umgetreten hat und den Ellbogen immer im Gesicht hatte“, so der Moderator, der zudem betonte: „Das darf Olise trotzdem nicht passieren. Das hat Max Eberl gesagt, das hat Kompany gesagt.“
Angesichts des Frontalangriffs auf das frühere holländische Bayern-Raubein sah sich Buschmann genötigt, seinen Kollegen zu ermahnen. „Du darfst dich natürlich nicht wundern, Thomas, dass die Bayern-Fans direkt Schweißausbrüche kriegen, wenn du hier in der Sendung bist“, sagte er und spielte damit womöglich auf den ein oder anderen Kommentar von Bayern-Fans in der Vergangenheit an.
Wagner rechtfertigte sich aber umgehend. „Mark von Bommel hat übrigens auch in Oranje getreten wie ein Kesselflicker“, stellte er klar, während Buschi im Hintergrund kicherte. „Das ist für mich einer der schlimmsten Fußballer, die sich in den letzten 30 Jahren durch die Bundesliga getreten haben. Da ging es nur auf die Knochen, es ging nur auf die Socken und permanent ins Gesicht. Das hat mit Aggressive Leader gar nichts mehr zu tun!“
Buschmann sah seine Aufgabe, seinen Gesprächspartner zu „schützen“, damit erfüllt. „So wird ein Schuh draus. So geht es nicht nur gegen Mark von Bommel im Bayern-Trikot, sondern ...“, sagte er und ließ Wagner den Satz beenden: „Genau, ausdrücklich auch in Oranje.“