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FSV Mainz 05 siegt bei FC Schalke 04: Das steckt hinter der Auswärtsserie
Mainz siegt weiter :
Reisende kann man nicht aufhalten

Mainz 05 siegt zum fünften Mal in Serie auswärts. Beim 1:0 auf Schalke zeigt Urs Fischers Elf eine der besten Saisonleistungen. Wann klappt es auch zu Hause?

Sowenig dem FSV Mainz 05 derzeit zu Hause gelingt, so überzeugend tritt die Mannschaft in fremden Stadien auf: Das 1:0 beim FC Schalke 04 war im dritten Auswärtsspiel der Saison der dritte Sieg – spielzeitübergreifend ist es jetzt eine fünfteilige Erfolgsserie. In allen Fällen als Torschütze beteiligt: Phillip Tietz. „Ein toller Sieg, eine tolle erste Hälfte“, urteilte Urs Fischer. „Nicht nur, was die Zweikampfbereitschaft anbelangt, sondern auch im Spiel mit dem Ball war das eine unserer besten Halbzeiten. Gefehlt hat sicherlich das zweite Tor.“

Losgelegt hatte seine Mannschaft, als wolle sie die Partie innerhalb der ersten Minuten entscheiden. Nach 20 Sekunden lief Sheraldo Becker, von Jae-sung Lee steil geschickt, dem Schalker Rechtsverteidiger Timo Becker davon und allein auf Loris Karius zu – der Torwart parierte nicht nur den Abschluss des Stürmers, sondern warf sich auch in Lees Nachschuss. Kaum 60 Sekunden später kam es zur Neuauflage des Duells Becker versus Karius, auch diesmal blieb der Keeper, dessen Karriere in Mainz begonnen hatte, Sieger.

„Loris hat das exzellent gemacht“, fasste der Schalker Trainer Miron Muslic auch die weiteren Paraden zusammen, mit denen Karius vor der Pause ein mögliches Debakel des Aufsteigers verhinderte. Nur einmal gelang es den 05ern, ihn zu überwinden: in der 24. Minute, als Anthony Caci von der rechten Seite flach vor den Fünfmeterraum passte und Tietz sich mit einem schlauen Laufweg im richtigen Moment vor Nikola Katic schob und den Ball ins lange Eck beförderte. Von all den bis dahin vorgetragenen Angriffen bescherte der mit der geringsten Erfolgswahrscheinlichkeit den Rheinhessen letztlich den Sieg.

In der Pause habe er seine Mannschaft auf eine Schalker Reaktion eingestellt, berichtete Fischer. Die erfolgte, wenn auch erst nach mehr als einer Stunde. „Bis dahin haben wir gefühlt jeden Zweikampf verloren“, monierte Muslic. Danach entwickelte sich das Spiel der „Duelle“, das beide Trainer prognostiziert hatten.

Über einen gefährlichen Distanzschuss von Satoshi Tanaka kam der S04 jedoch nicht hinaus; mehr und bessere Gelegenheiten der Mainzer vergab Becker, vereitelte Karius, ließen Tietz und Ransford Königsdörffer bei einem unsauber ausgespielten Konter liegen.

„Auch als es ein Kampfspiel wurde und um die zweiten Bälle ging, hat meine Mannschaft das wirklich gut gemacht, sie hat das Tor toll geschützt und sich mit allem reingeworfen“, lobte Urs Fischer, dessen Akteure von 6000 mitgereisten Fans gefeiert wurden. Was ihnen jetzt noch zu ihrem Glück fehlt, ist ein Heimsieg.

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