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Der Zuspruch für Vincent Kompany ist groß. Aus der Fußball-Branche kommen unzählige Genesungswünsche für den Trainer des FC Bayern München, der am Freitag zusammengebrochen ist. Häufig verbunden mit der Mahnung, auch mal Pause zu machen und kürzerzutreten, gerade wenn der Körper Warnsignale sendet. Das ist vollkommen richtig, aber auch leicht dahin gesagt.
Als Kompany im Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal nach einer Virusinfektion sichtlich gehandicapt auf der Trainerbank saß, gingen die Kommentare eher in die Richtung: „Typisch Vinnie, der beißt auf die Zähne“, als „der arme Vinnie sollte sich ins Bett legen und schonen“. Das offenbart das Dilemma. Kompany - und das gilt nicht für ihn alleine - ist auch deswegen so ein guter Trainer, weil er ein „Arbeitstier“ ist. Arbeitstage von 15, 16, 17 Stunden sind normal. Bei Spielern würde das ein Verein nie zulassen. Hier ist Belastungssteuerung ein großes Thema. Bei Trainern nicht. Vielleicht ist es im Höchstleistungsbusiness Fußballtrainer nicht nur wichtig zu lernen, wie man so richtig hart für den Erfolg schuftet. Sondern auch, wie man abschaltet.
Aber das ist leichter gesagt als getan. Beispiele für exzessive Arbeiter fallen einem Dutzende ein. Beispiele für Trainer, die mit ihren Kräften bewusst haushalten, kaum. Vielleicht wird Kompany nach diesem Schock ein Vorreiter in Sachen Belastungssteuerung auf der Trainerbank. Es wäre ihm und dem Business zu wünschen.