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Austria Klagenfurt empfängt am Samstag im Cup-Schlager um 13 Uhr einen Champions-League-Teilnehmer.
Ein ÖFB-Cup-Duell mit ganz besonderen Vorzeichen und einer gehörigen Portion Glamour: Wenn am Samstag (13 Uhr, live auf ÖFB TV) im Achtelfinale des Frauen-Cups im Wörthersee-Stadion der Ball rollt, wartet auf Austria Klagenfurt eine echte Herkulesaufgabe. Mit FK Austria Wien gastiert nämlich nicht irgendein Gegner in Kärnten, sondern das Maß aller Dinge im österreichischen Frauenfußball: amtierende Meisterinnen, Cupsiegerinnen und Teilnehmerinnen der UEFA Women’s Champions League. Die Rollen sind damit klar verteilt – doch gerade der Cup hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.
Offensivakteurin Magdalena Moser ist „kein Typ für Einzelsportarten“ – schließlich findet sie im Fußball das, was sie sucht: „Teamgeist“. Die 24-jährige Treibacherin und aktuell Vierte der Liga-Torschützenliste offenbart, was sich die Klagenfurterinnen vorgenommen haben. „Ich muss gestehen, direkt nach der Auslosung haben wir geschluckt. Uns ist bewusst, dass wir der klare Underdog sind, es ein ganz anderes Niveau ist, aber das ist der Grund, wieso wir befreit aufspielen können. Wir nehmen die Herausforderung an und wollen sagen, dass wir mit dem zufrieden sind, was wir am Spielfeld gezeigt haben.“
Chefcoach Robert Micheu verriet, worauf sich die Kärntnerinnen bei der Gegneranalyse konzentriert haben: „Normalerweise sind wir immer viel im Ballbesitz und gegen Wien werden wir extrem viel gegen den Ball arbeiten müssen. Uns erwartet eine ganz andere Wucht.“ Und wie sieht es vor dem Cup-Hit mit der Nervosität aus? Da plaudert der 51-Jährige aus dem Nähkästchen: „So wie ich meine Mädels kenne, sind 80 Prozent sehr nervös, auch wenn es sich manche nicht anmerken lassen.“
Und was ist eigentlich die größte Challenge für den Trainer? „Sie zu überzeugen, dass man doch irgendwie eine ganz kleine Chance hat. Von zehn solcher Spiele wird man vielleicht eines gewinnen, aber mir ist es einfach wichtig, dass sie an sich glauben – und nicht schon im Vorfeld aufgeben.“
Eine weitere Herausforderung kann einen Coach durchaus an seine Grenzen bringen, wobei Micheu dank seiner Routine alles im Griff hat: „Bei den Herren hören einem vielleicht fünf Spieler zu, bei den Damen aber wirklich alle. Dann muss man aufpassen, was man vorher genau bei Spielsituationen kommuniziert, denn sonst bekomme ich zu hören: ‚Vorher hast du das gesagt und später hätte ich aber anders agieren sollen.‘ Das ist nicht immer ganz so leicht“, schmunzelt Micheu und gibt den Violetten, aktuell Zweite in der 2. Liga, noch etwas mit auf den Weg: „Sie haben es sich aufgrund ihrer Leistungen verdient, im Stadion zu spielen. Sie sollen es genießen.“ Auch Moser, die mit Spielverständnis, Flexibilität und Schnelligkeit brilliert, freut sich auf die besondere Kulisse: „Es ist ein zusätzliches Highlight, für alle speziell und für viele sogar das erste Mal. Wir wollen diese Stadionatmosphäre unbedingt aufsaugen.“