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Turnen: Größter Karriereerfolg: Kevric gewinnt WM-Silber am Stufenbarren
Helen Kevric gewinnt die einzige Medaille des Deutschen Turner-Bundes in Rotterdam.
Helen Kevric gewinnt die einzige Medaille des Deutschen Turner-Bundes in Rotterdam.Foto: John Thys/AFP

Europameisterin Helen Kevric hat bei der Turn-WM in Rotterdam Silber am Stufenbarren gewonnen. Die 18-Jährige vom MTV Stuttgart musste sich mit 14,833 Punkten nur Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Kaylia Nemour aus Algerien (15,333) geschlagen geben. Bronze sicherte sich Mehrkampf-Weltmeisterin Skye Blakely aus den USA (14,600). Für Deutschlands derzeit beste Turnerin ist es der größte Erfolg ihrer Karriere.

„Vize-Weltmeisterin – das hört sich unglaublich an“, sagte Kevric: „Meine Übung hat sich gut angefühlt. Ich freue mich auch, dass ich nach meiner schweren Verletzung scheinbar den richtigen Weg eingeschlagen habe.“ Die WM-Debütantin war nach einer monatelangen Knieverletzung erst zu den deutschen Meisterschaften im Juli ins Wettkampfgeschehen zurückgekehrt.

Kevrics Erfolg ist die erste WM-Medaille für den DTB seit 2021

Kevric, die schon in der Qualifikation als Zweitbeste überzeugt hatte, zeigte im Finale der besten acht Athletinnen eine fehlerfreie Übung. Nach dem EM-Triumph an ihrem Paradegerät im August, gewann sie ihre zweite Einzelmedaille bei internationalen Titelkämpfen.

Nemour (19) war im Gegensatz zum Mehrkampf-Finale am Samstag, wo sie eine Medaille um 0,034 Punkte verpasst hatte, nicht zu schlagen und sicherte sich nach Silber 2023 und Gold 2025 ihre dritte WM-Medaille am Stufenbarren. „Sie ist eine krasse und starke Athletin“, hatte Kevric zuvor über ihre Konkurrentin gesagt.

Kevrics Medaille ist die erste und einzige für den Deutschen Turner-Bund (DTB) in Rotterdam und das erste WM-Edelmetall bei den Frauen seit dem Silber von Pauline Schäfer-Betz am Schwebebalken 2021. Für die übrigen Gerätefinals hatten sich keine deutschen Athletinnen und Athleten qualifiziert, im Team hatten sowohl die Frauen als auch die Männer das Finale verfehlt. Auch das Mehrkampf-Finale der Frauen hatte ohne deutsche Beteiligung stattgefunden. Timo Eder landete bei den Männern auf Rang 14.

Die weiteren WM-Titel am Samstag gingen bei den Männern an Richard Frederick (USA/Boden), Hamlet Manukyan (Armenien/Pauschenpferd) und Lan Xingyu (China/Ringe) sowie bei den Frauen an die nach einer zweijährigen Pause zurückgekehrte mehrmalige Olympiasiegerin Rebeca Andrade (Brasilien/Sprung). Die übrigen Medaillen werden am Sonntag vergeben.

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