Am 9. Bundesliga-Spieltag siegte Borussia Dortmund gegen die SV Elversberg, musste aber zittern. Alle BVB-Noten in der Einzelkritik.
1 / 15Gregor Kobel: Musste in Halbzeit eins nur zwei Bälle halten – diese kamen jeweils aus der Distanz (6. und 45.). Rettete aus kürzester Distanz gegen Onyeka (54.) – nur eine Minute später traf Nmecha zum 1:0 für den BVB. Danach mit weiteren guten Paraden, machte wie gewohnt einen sehr sicheren Eindruck. Bei Futkeus Seitfallzieher zum 2:1 ohne Chance (81.). Auf Kobel ist Verlass. Note: 1,5 © Sebastian Bach/Imag
2 / 15Joane Gadou: Agierte gegen Elversberg als Rechtsverteidiger in einer Viererkette. Anfangs mit mehreren Ungenauigkeiten und Schwächen in der Ballbehandlung, wurde später etwas sicherer im Umgang mit dem Spielgerät. Von Krattenmacher vor Onyekas Großchance düpiert (54.). Auch in der Offensivbewegung weniger spritzig als Svensson auf der linken Seite. Nach 66 Minuten ausgewechselt. Note: 4 © Steffie Wunderl/Imago
3 / 15Waldemar Anton: Onyeka entwischte ihm bei seiner Kopfballchance (48.). Beim 2:1 stimmte die Abstimmung nicht – hier fühlte sich niemand für Futkeu zuständig. Ansonsten aber eine sichere Vorstellung – zumindest bis zur Schlussphase, als der BVB wieder einmal um den Sieg zittern musste. Note: 3 © Bahho Kara/Kirchner-Media
4 / 15Nico Schlotterbeck: Korrigierte seinen gefährlichen Stockfehler im Mittelfeld per Grätsche selbst (10.). Nicht sein einziger Wackler mit Ball am Fuß: Im Spielaufbau holprig, aber in der Zweikampfführung stark (verlor in Halbzeit eins keines seiner fünf direkten Duelle). Note: 3,5 © Adrian Schlüter/Imago
5 / 15Daniel Svensson: Kam gegen Pinckert zu spät, was eine längere Knöchel-Behandlungspause beim Elversberger nach sich zog (20.). Das war sehr schmerzhaft, aber keine Absicht. Schaltete sich vor allem zu Beginn häufig in die Offensive ein und war wie so oft einer der lauffreudigsten Dortmunder. Insgesamt okay. Note: 3 © Bahho Kara/Kirchner-Media
6 / 15Jobe Bellingham: Der frisch gebackene englische Nationalspieler hatte nach 4 Minuten den ersten BVB-Abschluss des Spiels, dieser wurde aber geblockt. Ein Volleyschuss vom Elfmeterpunkt verfehlte das Tor (46.), auch aus der Distanz traf er den Kasten nicht (51.). Musste anfangs im Mittelfeld mehr Löcher stopfen, als wirklich selbst Gefahr auszustrahlen. In Halbzeit zwei offensiv etwas präsenter, muss aber an seinen Tor-Abschlüssen arbeiten. Note: 3,5 © Steffie Wunderl/Imago
7 / 15Joey Veerman: Gewohnt sauber im Passspiel (nach einer Stunde kam er auf eine Passquote von 94 Prozent). Spulte außerdem im Mittelfeld reichlich Kilometer ab und war mit 12,6 Kilometern lauffreudigster Spieler auf dem Platz. An der Entstehung des 1:0 beteiligt. Note: 3 © Kolbert-Press/Marc Niemeyer/Imago
8 / 15Konstantinos Karetsas: Leitete einige Bälle geschickt weiter, wenn der BVB schnell umschaltete. Dazwischen war in Halbzeit eins auch reichlich Leerlauf. Dennoch einer der auffälligeren Borussen. Schöner Distanzschuss, den Keeper Kristof mit Mühe klären konnte (53.). Interessant: Der technisch versierte Jungprofi war der zweikampfstärkste BVB-Spieler auf dem Platz (14 Duelle gewonnen), bis er nach 66 Minuten ausgewechselt wurde. Note: 3 © Fabian Kleer/Imago
9 / 15Felix Nmecha: Seine erste starke Szene hatte er mit seinem öffnenden Pass auf Silva (16.). Scheiterte dann an Keeper Kristof (29.). Wandelte nach einer frühen Gelbe Karte am Rande des Platzverweises, ließ sich davon aber nicht aufhalten: Per sehenswertem Flachschuss aus 18 Metern traf er zum erlösenden 1:0 (55.). Noch beeindruckender sein Distanz-Hammer zum 2:0 (70.). Mit diesen Einzelaktionen entschied er im Stile eines Unterschiedsspielers die Partie, auch wenn zuvor und danach nicht alles gelang. Bei Elversbergs Anschlusstreffer verlor er das Kopfballduell gegen Le Joncour. Note: 2 © Adrian Schlüter/Imago
10 / 15Carney Chukwuemeka: Zeigte zuletzt eine aufsteigende Form – nun gab es den nächsten Rückschlag. Nach einer halben Stunde musste er mit einer Muskelverletzung am Oberschenkel ausgewechselt werden. Zuvor hatte Chukwuemeka einen Torschuss vorbereitet und einzelne gelungene Offensiv-Aktionen gehabt, ohne zu glänzen. Note: 3,5 © Bahho Kara/Kirchner-Media
11 / 15Fabio Silva: Sein mutiger Versuch aus 40 Metern wäre beinahe im Netz gelandet (16.). Nach 29 Minuten hätte er per Nachschuss aus kurzer Distanz auf 1:0 stellen können – vielleicht müssen. Mühte sich, blieb aber auch bei weiteren Abschlüssen glücklos. Aber: Nmechas Führungstreffer legte er auf, auch am 2:0 beteiligt. Wertvoll als Vorbereiter. Note: 3 © Steffie Wunderl/Imago
12 / 15Maximilian Beier: Kam nach 34 Minuten für Chukwuemeka ins Spiel. Blieb lange Zeit sehr unauffällig, bei Nmechas 2:0 sicherte er sich aber einen Assistpunkt. Hatte in der Nachspielzeit noch das 3:1 auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber entscheidend abgefälscht. Note: 3,5 © Sebastian Bach/Imago
13 / 15Ramy Bensebaini (Archivbild): Kam in der 67. Minute für Gadou in die Partie. Schade, dass sein Fallrückzieher von einem Verteidiger geblockt wurde (75.). Ansonsten half er mit, den Sieg über die Zeit zu retten. Note: 3,5 © Bahho Kara/Kirchner-Media
14 / 15Julian Ryerson (Archivbild): Ersetzte in der 67. Minute Karetsas. Klärte noch einmal entscheidend per Grätsche im eigenen Strafraum den Kopf und schüttelte verständnislos den Kopf, als der BVB zum wiederholten Male spät um einen sicher geglaubten Sieg zittern musste. Note: 3 © Tonhäuser/Beautiful Sports/Imago
15 / 15Marcel Sabitzer (Archivbild,86. für Jobe Bellingham) und Ethan Nwaneri (86. für Fabio Silva) bleiben wegen zu kurzer Spielzeit in der Einzelkritik ohne Note. © Celina Leiers/Steinsiek.ch via Imago