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Die Rückkehr von Niclas Füllkrug zu Werder Bremen entwickelt sich immer mehr zu einem fast schon zu kitschigen Märchen. Der 33 Jahre alte Angreifer war beim 2:2 gegen den SC Paderborn einmal mehr der entscheidende Mann und bewahrte die Bremer nach einem 0:2-Rückstand vor einer Niederlage. Ganz nebenbei brachte er sich damit in die Nähe eines mehr als 40 Jahre alten Vereinsrekords.
Denn Füllkrug hat mittlerweile in fünf Bundesliga-Spielen hintereinander getroffen. Zuletzt gelang keinem geringeren als Vereinsikone Rudi Völler in der Saison 1982/83 eine noch längere Serie im Werder-Trikot.
Die Stürmer-Legende erzielte damals in sieben aufeinanderfolgenden Bundesliga-Partien mindestens einen Treffer. Füllkrug müsste also auch in den kommenden beiden Spielen treffen, um den Vereinsrekord einzustellen.
Große Gedanken macht sich der Rückkehrer, der im Sommer auf Leihbasis von West Ham United nach Bremen gewechselt war, über den möglichen Meilenstein allerdings nicht. "Darüber will ich gar nicht sprechen. Sowas ist mir auch egal, wirklich. Grüße gehen raus an Rudi!", wird Füllkrug nach dem Paderborn-Spiel von der Bild zitiert. Stattdessen überwog beim Torjäger der Ärger über den verpassten Sieg.
Wie in der Vorwoche sprang für die Bremer nach 0:2-Rückstand immerhin noch ein Punkt heraus. Dabei hatte der Füllkrug mit seinen Saisontoren fünf und sechs einmal mehr seine Qualitäten unter Beweis gestellt. In der 59. Minute verkürzte er mit einer Direktabnahme auf 1:2, nur sieben Minuten später sorgte er per Handelfmeter für den Ausgleich. Damit steht Füllkrug zumindest vorläufig an der Spitze der Bundesliga-Torjägerliste.
Werder-Trainer Daniel Thioune kam nach dem Doppelpack ins Schwärmen. "Niclas macht das aktuell überragend. Wie er im Training vorangeht, wie er anschiebt", lobte der 52-Jährige. Mit einem derart starken Einstand hatte offenbar selbst der Werder-Coach nicht gerechnet: "Denjenigen, der gesagt hat, dass er so einschlägt, den hätte ich gerne getroffen …"