Zurück
Sölden, im Vorjahr noch der Start des kometenhaften Aufstiegs von Julia Scheib, entpuppte sich heuer von seiner unschönen Seite – abgesehen vom strahlenden Sonnenschein auf dem Gletscher.
Denn genau dort, wo die Steirerin vor einem Jahr ihren ersten Weltcup-Sieg eingefahren hatte, musste die Weltcupsiegerin im Riesentorlauf eine ihrer größten Niederlagen hinnehmen. Zwar ging noch ein kollektiver Aufschrei durch das Zielstadion, als die Zwischenzeit nach gut 30 Fahrsekunden einen Vorsprung von 0,97 Sekunden auf Alice Robinson aufwies, doch dann wurde es ganz still. Nur Augenblicke später flog Scheib zum Entsetzen der Fans brutal ab und landete unsanft im Schnee – die Mission Titelverteidigung auf dem Rettenbachferner gescheitert.
„Ich habe mich richtig gut gefühlt und hatte wirklich einen guten Flow. Dann war ich bei einem Tor zu knapp dran“, erklärte die amtierende Kugelgewinnerin im Riesentorlauf.
„Zum Glück waren die Ski dann schnell in der Luft. Dann habe ich nur noch gehofft, dass niemand im Weg steht, den ich da abräumen kann.
“ Am „allerwichtigsten“ sei ohnehin, dass Scheibs Knie okay ist, wovon die Steirerin auch ausgeht. „Ich spüre es ein bisserl, aber eine gröbere Verletzung kann ich ausschließen. Man wird sehen, ob es weitere Untersuchungen braucht und wie sich das Knie entwickelt.
“Als sie einige Sekunden im Schnee lag, hielt nicht nur Ski-Österreich kurz den Atem an. Scheib selbst ärgerte sich über den Ausfall, „da ich sofort gespürt habe, dass es gut ausgeschaut hätte. Das zeigt einmal mehr, dass es ein schmaler Grat ist im Skisport. Es hilft auch, dass es sich bis zum Ausfall gut angefühlt hat.
“ Lange wird sie die Niederlage auf dem Rettenbachferner nicht mittragen, geht es jetzt doch darum, sofort wieder in die Spur zu kommen. „In Copper Mountain hatte ich im Training einen Horrorsturz und bin dann auf Platz zwei gefahren. Damals habe ich das auch schnell abgehakt, also wird es jetzt auch kein Thema sein.
“ Für die 28-Jährige sei es „schade“, dass es bis zum nächsten Riesentorlauf in Killington „noch so lange dauert“. Erst am 28. November geht es in den USA weiter. Bis dahin wird Scheib vor allem auf Super-G-Ski stehen.
„Ich werde ein bisschen weggehen vom Riesentorlauf, da es jetzt schon eine intensive Zeit war. Jetzt muss ich die Fehler analysieren und dann werde ich viel Super-G trainieren. “© GEPA pictures/Ebenbichler
Wir haben diese Nachrichten zusammengefasst, damit Sie sie schnell lesen können. Wenn Sie sich für die Nachrichten interessieren, können Sie den vollständigen Text hier lesen. Weiterlesen:
Similar News: Sie können auch ähnliche Nachrichten wie diese lesen, die wir aus anderen Nachrichtenquellen gesammelt haben.