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Biathlonverband bleibt bei Russland-Rückkehr hart

Russische Biathletinnen und Biathleten im Weltcup? Das wird es weiterhin nicht geben. (Archivbild) © IMAGO/ZUMA Press/Sofya Sandurskaya

Während russische Sportler in anderen Sportarten schrittweise auf die internationale Bühne zurückkehren, erteilt der Biathlon-Weltverband IBU jeder Debatte über eine Wiederaufnahme eine klare Absage. Weder unter eigener noch unter neutraler Flagge sollen Athleten aus Russland und Belarus antreten dürfen.

"Wir hatten im September einen IBU-Kongress, und da wurde nicht einmal darüber abgestimmt", erklärte Winkler. "Die Biathlon-Familie steht weiterhin geschlossen hinter den beiden Suspendierungen." Angesichts der fortgesetzten schweren russischen Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine bestehe keinerlei Anlass, diese Haltung zu überdenken.

Entwicklungen in anderen Sportarten erhöhen den Druck

In mehreren Sportarten sind russische Athleten mittlerweile wieder bei internationalen Wettbewerben zugelassen. Im Eishockey hatte der internationale Sportgerichtshof CAS zuletzt grünes Licht für eine Teilnahme russischer Spieler gegeben. Daraufhin drohten allerdings mehrere Nationen mit einem Boykott der kommenden Eishockey-Weltmeisterschaft.

Deutschlands Eishockey-Stars wollen sich nicht einmischen

Im Biathlon hingegen herrscht Geschlossenheit. Die IBU lässt sich von den Entwicklungen in anderen Disziplinen offensichtlich nicht unter Druck setzen.

Auch die in anderen Sportarten praktizierte Lösung, russische Sportler unter neutraler Flagge antreten zu lassen, kommt für den Biathlon-Weltverband nicht infrage. "Unsere Regeln sehen keine neutralen Athleten vor", stellte Winkler klar. Jeder Athlet, der im Weltcup an den Start gehe, müsse von einem Nationalverband gemeldet werden.

IBU-Kommunikationsdirektor Christian Winkler.

CAS-Urteil steht bevor – IBU gibt sich zuversichtlich

Unterdessen beschäftigt der Ausschluss auch die Sportjustiz. Russland hat die IBU-Entscheidung vor dem CAS angefochten, der den Fall seit Monaten prüft. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet. Beim Weltverband blickt man dem Urteil jedoch gelassen entgegen. "Wir sind sehr überzeugt davon, dass wir da recht bekommen", sagte Winkler.

Doch selbst ein gegenteiliges Urteil des Sportgerichtshofs dürfte an der grundsätzlichen Haltung innerhalb der IBU wenig verändern. Der Verband sieht weder einen politischen noch einen sportlichen Anlass, Russland und Belarus wieder in den internationalen Biathlon zurückkehren zu lassen. (red)

Verwendete Quellen

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