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Traumtreffer aus der Distanz: HSV schickt Gladbach zurück in die Krise

Der HSV hat das ereignisreiche Kellerduell gegen Borussia Mönchengladbach mit 3:1 (1:1) für sich entschieden - auch dank eines spektakulären Treffers von Miro Muheim.

Der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach lieferten sich im Kellerduell von Beginn an einen offenen Schlagabtausch. Miro Muheim (11.) traf mit einem herrlichen Distanzschuss zum 1:0, Joe Scally (44.) glich kurz vor der Halbzeit aus. Shafiq Nandja (60.) holte die Führung zurück, Albert Grönbaek (70.) traf zum 3:1-Endstand. Gladbach bleibt mit vier Punkten auf dem letzten Tabellenplatz, Hamburg klettert von Rang 15 auf acht.

Muheim macht's aus 30 Metern

Von Beginn an hatte die Partie ordentlich was zu bieten - mit Chancen auf beiden Seiten. Gladbachs Shuto Machino (4.) setzte seinen Schuss aus 13 Metern knapp übers Tor, Patson Daka (8.) scheiterte frei vor dem Tor an Keeper Daniel Batz, auch der direkte Gegenangriff durch Lukas Ullrich war zwar gefährlich, blieb aber nur eine Torgelegenheit.

Viel mehr Chancen brauchte es aber nicht, ehe es etwas Zählbares gab: Knapp hinter der Mittellinie bekam Miro Muheim in der elften Minute den Ball, legte ihn sich selbst vor und wuchtete ihn schließlich aus 30 Metern mit knapp 130 km/h ins rechte untere Eck. Ein absolutes Traumtor. Dieser Treffer beweist, warum Muheim der beste Distanzschütze der aktuellen Bundesliga-Saison ist. Für Muheim ist es dritte Treffer in dieser Saison.

Kullertor zum Ausgleich

Es ging hin und her: Beide Teams machten ordentlich Druck im gegnerischen Strafraum und zeigten Lücken im gegnerischen Strafraum auf. Sowohl HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes als auch sein Gegenüber Daniel Batz verhinderten mehrfach, dass der Ball im Netz zappelte.

Bis er es kurz vor dem Halbzeitpfiff doch tat: Der Hamburger Warmed Omari köpfte eine Flanke aus dem Strafraum, doch dort landete der Ball vor den Füßen von Joe Scally (44.). Sein Schuss kullerte abgefälscht durch Robin Hack ins Hamburger Tor. Mit dem 1:1 ging es in die Kabine.

Gelb-Rot für Itakura

Anstatt auf dem Ausgleichstreffer aufzubauen, schwächte sich Gladbach kurz nach Wiederanpfiff (49.) selbst. An der Seitenlinie verteidigte der vorbestrafte Ko Itakura gegen Albert Grönbaek etwas zu forsch und sah daraufhin die Ampelkarte. Eine ganze Halbzeit in Unterzahl - eine Bärenaufgabe in dieser ereignisreichen Partie.

Die wurde umso größer in der 60. Minute. Die Hamburger spielten ihre Überzahl kaltschnäuzig aus. Albert Lokonga spielte Grönbaek frei, der wiederum hatte das Auge für Shafiq Nandja, der den Ball an Batz vorbei ins Gladbacher Tor zur 2:1-Führung setzte. Zu sicher durfte sich der HSV aber nicht fühlen. Fast hätte ein Patzer von Sebastiaan Bornauw nur sechs Minuten später die Führung gekostet, doch Scally gelang es nicht, die Kugel über die Linie zu bringen.

HSV mit der Vorentscheidung

Der Fast-Ausgleich rüttelte den HSV nochmal auf. Die Antwort kam von Grönbaek (70.), der es seinem Mitspieler Muheim nachmachte und seinen Distanzschuss zum 3:1 ins Netz der Gäste hämmerte. Der platzierte Schuss aus 25 Metern in den rechten Winkel war quasi unhaltbar für Schlussmann Batz.

Die Gladbacher Versuche, noch irgendetwas auszurichten, blieben aber erfolglos. Es blieb beim 3:1 für die Hamburger gegen frustrierte Gladbacher. Nach dem verpatzten Saisonstart mit sechs Niederlagen in Folge ist man in Gladbach trotz den Lichtblicken gegen Stuttgart und im Pokal gegen Karlsruhe jetzt also wieder im Krisenmodus.

HSV in Bremen, Gladbach gegen Dortmund

Der HSV ist am nächsten Spieltag nach der Länderspielpause am Sonntagabend bei Werder Bremen zu Gast (17.30 Uhr). Mönchengladbach empfängt am Samstagnachmittag Borussia Dortmund (15.30 Uhr).

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