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Paderborn - Frust beim HSV! Die Rothosen ärgerten sich nach der verdienten 0:1-Pleite bei Aufsteiger SC Paderborn 07 nicht nur über die schwache eigene Leistung, sondern auch über eine Entscheidung von Schiedsrichter Martin Petersen (41).
Sekunden vor dem spielentscheidenden Treffer von Rayan Philippe (26) in der 88. Minute war Warmed Omari (26) von einem Gegenspieler gecheckt worden. Der Verteidiger ging zu Boden, Petersen ließ aber weiterlaufen.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) schimpfte nach Abpfiff bei "Sky": "Das ist für mich ein klares Foul. Gerade bei der Linie, die er heute gepfiffen hat. Das Spiel wurde durch diese Aktion entschieden." Er sei sogar bei Petersen in der Schiedsrichterkabine gewesen, um seinen Unmut zu äußern, verdeutlichte er.
Auch Keeper Daniel Heuer Fernandes (33) betonte: "Man muss ja das ganze Spiel sehen. Ich glaube, die Spielleitung war sehr kleinlich. Da finde ich, dass diese Entscheidung nicht dazu passt."
Ex-Referee und "Sky"-Experte Patrick Ittrich (47) sah zwar "nicht die Mutter aller Fouls", verwies aber ebenfalls auf die kleinliche Linie von Petersen, zu der diese Entscheidung nicht gepasst habe.
Dass diese Szene gegen die Hanseaten gelaufen war, passte zum bitteren Nachmittag aus Hamburger Sicht: Die beiden verletzungsbedingten Auswechslungen von Fábio Vieira (26) und Bilal Nadir (22) sorgten für ähnlich viel Frust wie die dürftige Leistung.
"Es war ein schwieriges Spiel mit vielen langen Bällen. Wir hatten zu wenig Torchancen, ich weiß auch nicht warum. Wir haben es einfach nicht gut rausgespielt", resümierte Youngster Otto Stange (19), der ein wenig ratlos wirkte.
Heuer Fernandes bilanzierte: "Die erste Halbzeit war kontrolliert, aber die zweite Hälfte war zu wild, mit zu vielen Ballverlusten. Das ist nicht der Anspruch, den wir an uns selbst haben. Wir sind mit der Leistung und dem Ergebnis natürlich nicht zufrieden."