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Die Ballon-d’Or-Wahl 2026 sorgt auch nach dem historischen Triumph von Harry Kane für reichlich Diskussionen. Während der Bayern-Stürmer erstmals mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet wurde, gibt es vor allem um die Platzierungen einiger anderer Stars unterschiedliche Meinungen. Nun hat sich mit Medhi Benatia ein ehemaliger Bayern-Profi zu Wort gemeldet. Der Marokkaner kann insbesondere nicht nachvollziehen, warum Lionel Messi vor Michael Olise gelandet ist.
Bei der diesjährigen Wahl belegte Messi den fünften Platz. Der argentinische Weltmeister, der mittlerweile für Inter Miami in der MLS spielt, landete damit vier Positionen vor Bayern-Star Olise, der sich mit Rang neun begnügen musste.
Für Benatia ist diese Reihenfolge nur schwer nachvollziehbar. Der frühere Innenverteidiger der Münchner stellte deshalb die Bewertungskriterien der Ballon-d’Or-Jury infrage.
Im Podcast „Les Affranchis Talk“ äußerte sich Benatia deutlich zur Platzierung des argentinischen Superstars. „Er verbringt das ganze Jahr in Miami und beendet das Voting dann auf dem fünften Platz? Haben die europäischen Fußballfans Messi mehr beachtet als Olise?“, fragte der 39-Jährige.
Dabei stellte Benatia keineswegs infrage, dass Messi bei der Weltmeisterschaft 2026 starke Leistungen gezeigt hatte. „Es stimmt zwar, dass er bei der WM herausragend war, und die ganze Mannschaft spielt für ihn“, räumte der ehemalige Bayern-Verteidiger ein.
Dennoch konnte er sich mit dem Ergebnis der Abstimmung nicht anfreunden. „Bei allem Respekt, aber wie kann man mir sagen, dass Messi auf dem fünften Platz liegt?“, kritisierte Benatia.
Seine Aussagen verdeutlichen, dass die unterschiedliche Gewichtung von Vereinsleistungen und internationalen Turnieren bei der diesjährigen Ballon-d’Or-Wahl weiterhin für Diskussionen sorgt.
Besonders die Platzierung von Michael Olise dürfte bei zahlreichen Bayern-Fans für Verwunderung gesorgt haben. Der französische Nationalspieler gehörte in der vergangenen Saison zu den wichtigsten Leistungsträgern des deutschen Rekordmeisters. Mit seiner Kreativität, seinen Toren und Vorlagen war der Offensivspieler maßgeblich an den Erfolgen der Münchner beteiligt. Auch bei der WM war er einer der besten französischen Spieler und maßgeblich am Einzug ins Halbfinale beteiligt.
Dennoch reichte es bei der Wahl zum besten Fußballer der Welt lediglich für den neunten Platz.
Messi profitierte bei der Bewertung offenbar auch von seinen Leistungen bei der Weltmeisterschaft. Welche Kriterien bei den einzelnen Juroren letztlich ausschlaggebend waren, lässt sich aus dem Gesamtergebnis allerdings nicht eindeutig ableiten.
Dass Olise aus Sicht einiger Experten deutlich besser hätte abschneiden müssen, zeigte zuletzt auch Toni Kroos. Der ehemalige deutsche Nationalspieler erklärte im Podcast „Einfach mal Luppen“, dass er den Bayern-Star persönlich auf den dritten Platz gewählt hätte – hinter Khvicha Kvaratskhelia und Harry Kane.
Mit Benatia meldet sich nun ein weiterer ehemaliger Bayern-Profi zu Wort, der Olises Platzierung kritisch sieht.