Zurück
Ein FC-Bayern-Fan zeigt seinem Verein die rote Karte: 2024 stürzte er auf dem Gelände der Allianz Arena auf Glatteis. Er verletzte sich schwer. Sieben Wochen war er arbeitsunfähig. Es folgten drei Operationen. Nun fordert der 57-Jährige aus Schrobenhausen Schmerzensgeld von seinem Lieblingsverein. Der Fall landet vor dem Landgericht München.
Wie mehrere Medien berichten (zuerst die tz), verlangt der Fan rund 18.000 Euro von der Stadiongesellschaft, die zu 100 Prozent dem FC Bayern gehört. Sein Vorwurf: Im Januar 2024, als er auf dem Glatteis am Fuß einer Treppe ausrutschte, sei nicht vernünftig gestreut worden.
Nach dem Unfall wurde der Mann ins Krankenhaus gebracht, dort geröntgt und eingegipst. Das sollte aber nicht der letzte Besuch im Krankenhaus bleiben. Eine Woche später sei er das zweite Mal operiert worden, berichtet die tz. Für sieben Wochen war der Fan arbeitsunfähig. Ein Jahr später folgte eine dritte Operation.
Die Stadionbetreiber weisen die Schuldzuweisungen ab. Fürs Streuen sei eine Fremdfirma zuständig und an dem Tag habe es nur vereinzelt Glätte gegeben. Eine Verkehrssicherungspflicht habe aufgrund der Witterung nicht bestanden. Laut Medienberichten werde das Verfahren vor dem Landgericht München noch bis ins nächste Jahr andauern.
Dass sich der Fall bereits so lange zieht, ärgert den Schrobenhausener, heißt es in der Münchner Abendzeitung. Die Kommunikation über seine Anwältin mit den Stadionbetreibern verlaufe schleppend. Das hinterlasse „keinen guten Eindruck“, so der Kläger gegenüber der tz. Obwohl sich der FC Bayern bei ihm per E-Mail gemeldet hat, und sein Bedauern geäußert hat, hat der 57-Jährige seit dem Sturz die Allianz Arena nicht noch einmal besucht.