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Das ist kein Zufall mehr: Kommentar zu Werders Höhenflug in der Bundesliga

Der aktuelle Erfolg des SV Werder Bremen ist kein Zufall, sondern der Lohn harter Arbeit, meint DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar!

Bremen – Es ist noch keine sechs Monate her, da wurde an der Weser kollektiv durchgeatmet. Der SV Werder Bremen hatte mit Ach und Krach den Klassenerhalt geschafft, stand aber trotzdem vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Seither ist eine Menge passiert. Vor allem in den vergangenen Wochen. Der einstige Krisenclub bewegt sich aktuell in ganz anderen Sphären, als Tabellenfünfter nach acht Spieltagen ist das internationale Geschäft deutlich näher als der Abstiegskampf. Eine nette Momentaufnahme – und darüber hinaus eine, die Substanz für mehr bietet.

Der aktuelle Erfolg des SV Werder Bremen ist kein Zufall, sondern der Lohn harter Arbeit, meint DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar!
Der aktuelle Erfolg des SV Werder Bremen ist kein Zufall, sondern der Lohn harter Arbeit, meint DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar! © IMAGO/Leon Frick

DeichStube-Reporter Malte Bürger im Kommentar: „Werder Bremen duselt sich nicht zu Punkten und Erfolgserlebnissen, sondern verdient sie sich“

Wo anfangs noch gerätselt wurde, ob diese Mannschaft tatsächlich in der Lage sein würde, ihre guten Ergebnisse nach dem Fehlstart gegen Freiburg zu bestätigen, wächst nun mehr und mehr die Erkenntnis: Das alles ist kein Zufall mehr. Werder Bremen duselt sich nicht zu Punkten und Erfolgserlebnissen, sondern verdient sie sich. Die Bremer präsentieren sich als Einheit, meistern Widerstände und legen einen beispiellosen Willen an den Tag. Auch die spielerische Qualität steigt stetig. Das grün-weiße Gebilde wirkt von Woche zu Woche ein bisschen stabiler – und somit auch die Gesamtentwicklung.

Am Osterdeich strahlt das Kollektiv, auch wenn einzelne Pfeiler bei schneller Betrachtung besonders glänzen. Stichwort: Niclas Füllkrug. Aber nur ein ganzheitlicher Blick wird der Leistung auch wirklich gerecht, denn Akteure wie Amos Pieper, Arthur, Youri Regeer und Ludovit Reis begeistern die Fans mit starken Defensivaktionen, davor agiert Marco Grüll so effizient wie noch nie seit er bei Werder Bremen ist, während Chuki und Eren Dinkci ebenfalls Akzente setzen. Und das sind nur einige Beispiele. Werder zeigt Herz – und das kommt an.

DeichStube-Reporter Malte Bürger in seinem Kommentar: „Die Ideen von Trainer Daniel Thioune tragen Früchte, Werder Bremen macht wieder Spaß“

Ein verletzungsbedingtes Aus von Mitchell Weiser in der Anfangsphase einer Partie hätte Werder Bremen früher vermutlich völlig aus dem Takt gebracht, nun steckt der Bundesligist solche Begleiterscheinungen wie gegen die TSG Hoffenheim (2:0) mit leidenschaftlicher Arbeit weg. Und dass nicht monatelang lautstark das Fehlen des verletzten Jens Stage beklagt wird, sagt auch viel über den Ist-Zustand dieses Kaders aus.

Trainer Daniel Thioune beweist derzeit eindrucksvoll, dass er mehr als ein „Retter“ ist, der ein schlingerndes Werder mit Mühe in der Liga gehalten hat. Seine Ideen tragen Früchte, der SV Werder Bremen macht wieder richtig Spaß. Das mag für viele eine Überraschung sein, war es doch im Sommer alles andere als absehbar. Inzwischen hat die Mannschaft aber beeindruckend bewiesen, was in ihr steckt. Und so bietet sich Platz zum Träumen. Vorsichtig zwar, aber auch das hat es lange nicht gegeben. (mbü)