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Dynamo Dresden muss im Achtelfinale des DFB-Pokals beim VfB Stuttgart antreten. Das Los fiel an Markus Gaugisch, der den Schwaben den Heimvorteil bescherte.
Nach einer enttäuschenden 1:2-Niederlage in Hannover war die Stimmung im Bus der Dynamo Dresden ohnehin schon düster. Das Losverfahren für das DFB-Pokal-Achtelfinale bestätigte dann die skeptische Laune des Tages. Seit zwölf Jahren steht der Verein wieder in dieser Runde des Pokalwettbewerbs, doch die Gegnerauswahl ist alles andere als gütig. Als Tabellenletzter der zweiten Bundesliga trifft die Mannschaft auf den VfB Stuttgart, einen direkten Teilnehmer der Champions League. Dieser Unterschied im Leistungsniveau stellt eine enorme Hürde dar, die nur mit einem Wunder überwunden werden kann.
Den Auslosungsakt leitete der Handball-Bundestrainer der Frauen, Markus Gaugisch. Der 52-Jährige ist gebürtig aus Göppingen und wohnt weiterhin in der Region um Tübingen. Genau diese lokale Verbundenheit bescherte den Stuttgartern den begehrten Heimvorteil. Gaugisch selbst freute sich für die Stuttgarter Fans und sein Umfeld, da die Partie in der eigenen Halle ausgetragen wird. Er betonte die Einzigartigkeit des Pokalwettbewerbs, der durch Verlängerungen und Elfmeterschießen immer wieder Überraschungen bereithält.
Gaugisch verwies darauf, dass dieser Wettbewerb jede Mannschaft die Chance gibt, gegen einen großen Gegner zu gewinnen. Für die Dresdner könnte dies eine Motivation sein, um die hohen Erwartungen zu erfüllen. Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und vergibt keine Punkte basierend auf der aktuellen Tabellenposition. Dennoch bleibt die Ausgangslage objektiv betrachtet schwierig, da Stuttgart als Top-Verein gilt und Dresden aktuell in der Liga kämpft.
Der VfB Stuttgart hat in dieser Saison in der Bundesliga eher schwächelnde Leistungen gezeigt. Von den ersten acht Partien konnten die Schwaben nur drei Siege verbuchen und liegen derzeit auf dem elften Platz. In der Champions League sieht die Bilanz hingegen deutlich besser aus. Mit sieben Punkten aus drei Spielen hat sich der Verein in diesem internationalen Wettbewerb gut etabliert. Die Reise führte dabei über Auswärtsstationen wie Rostock und Paderborn.
In beiden Pokalspielen konnte der VfB glatt gewinnen. Gegen Rostorg gab es ein klares 4:0 und gegen Paderborn ein 1:0. Diese Ergebnisse zeigen, dass die Mannschaft im Pokal weiterhin stabil spielt. Die Qualifikation für das Achtelfinale gelang somit souverän. Die Fans hoffen nun auf ein spannendes Duell, das möglicherweise die beste Chance auf ein Viertelfinale bietet.
Für Dynamo Dresden wäre ein Sieg im Achtelfinale ein historisches Ereignis. Es würde den größten Pokalerfolg seit 33 Jahren bedeuten. Damals erreichte die Mannschaft das Halbfinale und traf dabei auf Werder Bremen. Der Gewinn von 1,83 Millionen Euro würde ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zur Kassenfülle leisten. Sport-Geschäftsführer Sören Gonther erklärte, dass das Los für den Verein eine echte Herausforderung darstellt.
Trotz der schwierigen Auslosung wird das Team alles unternehmen, um das Spiel erfolgreich zu gestalten. Für Sportler gilt es als besonders schön, sich mit den besten Mannschaften zu messen. Gonther betonte die Freude auf den Pokalabend, warnte aber gleichzeitig vor den wichtigen Ligaspielen, die noch anstehen. Die Partie findet unter der Woche am 1. oder 2. Dezember statt. Der erhoffte Heimzug blieb aus, da das Schwaben-Glück den Sachsen Pech bescherte.