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„Basler ballert“ in Walsrode

„Super Mario“ kommt zu „WZ live“ in die Stadthalle: Der Kultfußballer und Dauergast im TV-Studio erzählt am Samstag, 6. Februar, seine unglaublichsten Geschichten.

Direkt ins Netz: Mario Basler gastiert am 6. Februar mit seinem Programm „Basler ballert“ bei „WZ live“ in der Stadthalle Walsrode. Die Gäste erleben den Kultkicker mit dem lockeren Mundwerk ohne Schiedsrichter und Abseits. „Super Mario“ wird – wie immer – verbal Vollgas geben.

Der Ball liegt an der Eckfahne. Das Stadion hält den Atem an. Ein kurzer Blick, wenige Schritte Anlauf, dann der Schlenzer: giftig, gedreht, mit Effet. Der Ball segelt am Pulk im Strafraum vorbei, senkt sich, zischt ins Netz. Direkt. Ohne Umweg, ohne Mitspieler, ohne Berührung. Der Torwart schaut, als hätte ihm jemand den Rasen unter den Füßen weggezogen. Nur einer hat es vorher gewusst: Mario Basler. Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Abpfiff seiner Karriere trifft er noch immer. Nicht mehr mit dem rechten Fuß, sondern mit der Zunge. Am Samstag, 6. Februar, kommt der Mann, der in der Bundesliga die Strafräume unsicher machte. Mit Mario Basler holt die Walsroder Zeitung für ihr neues Veranstaltungsformat „WZ live“ einen der bekanntesten Namen des deutschen Fußballs erstmals in die Stadthalle Walsrode. Er ist Kultfußballer, Querdenker, lebende Legende – und einer, der Tacheles redet, wo andere Floskeln dreschen. Wer ihn hört, weiß: Hier gibt es keine Schönwetter-Antworten, keine Rückpässe zum Torwart. Dabei geht es nach vorn.

Der Mann mit dem Eckballtrick

Wer ihn nie hat spielen sehen: Das war einer, der aus dem Nichts Tore erzielte. Die Profikarriere des gebürtigen Pfälzers (Neustadt) beginnt 1987 beim 1. FC Kaiserslautern „um die Ecke“. Es folgen Rot-Weiß Essen, Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und der FC Bayern München. In Bremen wird er 1994/95 unter Trainer Otto Rehhagel mit 20 Treffern Torschützenkönig der 1. Fußball-Bundesliga (zusammen mit Heiko Herrlich von Borussia Mönchen-Gladbach). Das Kuriose: Basler war Mittelfeldspieler. Eigentlich bereiten die Kicker im Mittelfeld die Tore „nur“ vor. Basler machte sie lieber selbst. Kettenraucher war er übrigens schon zu seiner aktiven Zeit – und ist es immer noch. Ein Weißbier ist spätestens seit seiner Zeit beim FC Bayer ein Grundnahrungsmittel für den 57-Jährigen, der am 18. Dezember 58 Jahre alt wird.

Bestens gefülltes Trophäenregal

Und das Trophäenregal? Bestens gefüllt. Mit dem FC Bayern feiert Basler 1997 und 1999 die Deutsche Meisterschaft, dazwischen gewinnt er 1998 den DFB-Pokal, im Finale trifft er sogar selbst. Den Pokal kennt er schon von 1994, damals noch im Trikot von Werder Bremen. In der Bundesliga trifft er 62-mal in 262 Spielen. Im Nationaltrikot stehen 30 Länderspiele und zwei Tore zu Buche, 1994 fährt er mit zur WM in die USA. Und 1996? Da gehört er zum Kader, der in England Europameister wird – wenn auch ohne Einsatz. Legendär bleiben seine Eckstöße: direkt ins Tor geschossen, mit Gefühl, Präzision und einer Prise Größenwahn. 2004 ist Schluss mit der aktiven Karriere. Aber lange nicht mit Basler.

Samstagabend statt Sonntagmorgen

Wenn man ihn heute im Fernsehen sieht, trägt er keine kurzen Hosen und Stollenschuhe. Sonntagvormittags sitzt er oft beim „Doppelpass“ auf SPORT1 – dem Fußball-Stammtisch der Nation, bei dem vor dem Mittagessen alles zerlegt wird, was am Wochenende in den Bundesliga-Stadien passiert ist. Basler gehört zu denen, die dort nicht lange um den Brei herumreden. Bei den Champions-League-Abenden ist er außerdem Stammgast im „Fantalk“. Dort wird gestritten, gelacht, gepoltert. Immer gerade heraus, aber auch mit der nötigen Portion Selbstironie.

„Super Mario“ hautnah erleben

In Walsrode gibt es davon nicht ein paar Minuten Nachspielzeit, sondern eine volle Spielzeit. „Super Mario“ nimmt die Welt des Fußballs auseinander: das heutige Geschehen auf und neben dem Platz, unverblümt, ungefiltert, ungeschminkt. Von der Bundesliga bis in die Kabine, von der Taktiktafel bis zur Trainerbank. Dazu das große Anekdoten-Sechzehnerschießen, bei dem jede Story im Netz zappelt – aus einer Zeit, in der noch nicht jeder Satz auf die Goldwaage gelegt wurde. Was davon stimmt? Das darf jeder selbst entscheiden. Was davon zum Brüllen komisch ist? Vermutlich alles.

Kein Bildschirm, kein Schnitt, keine Ausrede

Das Besondere: Anders als im Studio ist in Walsrode nichts geschnitten, nichts vorproduziert, nichts weichgespült. „Basler ballert“ zum Anfassen, live und in Farbe – nur wenige Meter entfernt. Ein Abend für alle, die den Fußball lieben. Aber auch für alle, die bei Abseits nur Bahnhof verstehen: Dabei braucht es kein Vorwissen, nur gute Laune und ein Ohr für Geschichten, die das Leben – und der Rasen – geschrieben haben. Sein Motto passt auf jede Bühne: „Mich interessiert nicht, wer spielt. Hauptsache ich spiele.“ Am 6. Februar spielt er in Walsrode. Anpfiff ist um 19.30 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.

Mehr über die Veranstaltung:

Was: „WZ live“ mit Mario Basler

Wann: Samstag, 6. Februar, 19.30 Uhr, Einlass 18.30 Uhr

Wo: Stadthalle Walsrode

Tickets: 35 Euro im Vorverkauf, 40 Euro an der Abendkasse, freie Platzwahl

Vorverkauf: Tickets gibt es online. Vorverkauf in der WZ-Geschäftsstelle, Lange Straße 14, Walsrode: montags bis freitags 8.30 bis 13 Uhr.

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