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Nicolo Tresoldi träumt davon, eines Tages für die AC Mailand aufzulaufen. Das ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Doch der FC Arsenal könnte dem italienischen Traditionsklub bei der Verpflichtung des deutschen U21-Nationalspielers einen Strich durch die Rechnung machen. Die Londoner beschäftigen sich dem Vernehmen nach weiterhin intensiv mit dem Angreifer von Club Brügge und bringen gleich mehrere Argumente mit, die im Transferpoker entscheidend werden könnten.
Nach Informationen von Sky Sport verfolgen die Gunners die Entwicklung des 22-Jährigen schon seit dem vergangenen Sommer. Ein Winterwechsel gilt zwar als unwahrscheinlich, im Sommer 2027 könnte dagegen Bewegung in die Personalie kommen. Arsenal dürfte dabei vor allem auf zwei Faktoren setzen: die eigene Finanzkraft und eine besondere Verbindung nach Brügge.
Mit Christos Tzolis haben die Gunners nämlich bereits einen ehemaligen Mitspieler Tresoldis in ihren Reihen. Der griechische Nationalspieler wechselte erst im vergangenen Juli für rund 40 Millionen Euro von Brügge nach London. Gemeinsam hatten die beiden Offensivspieler zuvor die belgische Liga aufgemischt.
Bei Arsenal könnten sie nun wieder zusammenspielen. Insbesondere Tzolis könnte Tresoldi die Entscheidung für einen Wechsel nach England erleichtern. Hinzu kommt, dass Arsenal durch den Transfer des Griechen bereits Erfahrungen in Verhandlungen mit den Verantwortlichen von Club Brügge gesammelt hat.
Noch deutlicher könnte sich der Vorteil der Gunners bei der Ablöse bemerkbar machen. Laut der italienischen Zeitung bewertet Brügge seinen Angreifer mittlerweile mit rund 60 Millionen Euro. Ein Angebot der AS Rom über 35 Millionen Euro war im Sommer offenbar bereits abgelehnt worden.
Auch sportlich könnte der englische Meister dem Torjäger eine interessante Perspektive bieten. Schließlich läuft die Saison für Viktor Gyökeres bislang alles andere als zufriedenstellend. Der Schwede ist hinter Kai Havertz zurückgefallen und wartet noch auf seinen ersten Pflichtspieltreffer der laufenden Spielzeit. Dass Arsenal deshalb einen weiteren Mittelstürmer sucht, erscheint plausibel. Britische Medien brachten Tresoldi bereits als möglichen Nachfolger für Gyökeres ins Gespräch.
Eine solche Summe wäre auch für Milan eine erhebliche Investition. Die verwies zuletzt ausdrücklich auf die Gefahr durch die finanzstarke Konkurrenz aus der Premier League. Im direkten Wettbieten mit Arsenal könnten die Rossoneri deshalb schnell an ihre Grenzen stoßen.
Allerdings haben die Italiener einen Trumpf, den sich die Londoner nicht kaufen können: Tresoldis emotionale Verbindung zu seinem Wunschverein.
"Sein Traum ist es, das Trikot von Milan zu tragen", erklärte Vater Emanuele Tresoldi Mitte Oktober im Interview mit der Gazzetta dello Sport. Schon als Kind schwärmte der Angreifer für Stars wie Kaká, Alexandre Pato und Filippo Inzaghi. Selbst ein Angebot des Stadtrivalen Inter würde er laut seinem Vater möglicherweise ausschlagen.
Und tatsächlich wollen die Rossoneri den Stürmer keineswegs kampflos aufgeben. Klubchef Gerry Cardinale soll seine Verantwortlichen laut Gazzetta bereits angewiesen haben, die Situation rund um Tresoldi und dessen Berater genau zu verfolgen. Der 22-Jährige steht schließlich schon seit längerer Zeit auf Milans Wunschliste.
Eine schnelle Entscheidung ist dennoch nicht zu erwarten. Während Sky Sport einen Wechsel im Januar aus Spielerkreisen als unrealistisch einstuft, berichtet das britische Portal TEAMtalk unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld von Club Brügge, dass auch der belgische Meister seinen Torjäger im Winter nicht abgeben möchte.
Im kommenden Sommer dürfte das Tauziehen dagegen richtig Fahrt aufnehmen. Für Tresoldi könnte sich dann die Frage stellen, ob er seinem Kindheitstraum folgt oder sich von den sportlichen und finanziellen Möglichkeiten eines Premier-League-Spitzenklubs überzeugen lässt.