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Familie Trautmann hat ihr Hobby aus dem Urlaub mitgebracht. In Kroatien sahen sie vor drei Jahren zum ersten Mal eine Teqball-Platte. Eine Art Tischtennisplatte, die sich zu beiden Enden hin nach unten biegt. "Wir mussten erst Mal googeln, wie das gespielt wird", erinnert sich Vater Jan Trautmann. Nach ersten Versuchen war für ihn und seine beiden Söhne Fabius und Felix schnell klar: "Wir brauchen in Karlsruhe auch so eine Platte."
Teqball könnte man als eine Mischung aus Fußball und Tischtennis beschreiben. Im Einzel oder in 2er-Teams halten Spieler den Ball in der Luft und versuchen ihn auf die andere Seite der Platte zu bugsieren - mit Kopf, Brust, Oberschenkel und den Füßen. "Es hilft, wenn man ein bisschen Ballgefühl mitbringt - Fußballerfahrung ist aber kein Muss", sagt Jan Trautmann.
Beim Karlsruher SV regten die Trautmanns an, ein paar nicht mehr genutzte Tennisplätze in eine Teqball-Anlage umzuwandeln. Sie investierten viele Arbeitsstunden. Es entstanden drei Spielfelder, mit grünem, schwarzen und roten Kunstrasen, auf denen die gewölbten Teqball-Platten stehen. Die Trautmanns treten auch bei Wettbewerben an, der 15-Jährige Felix wurde im Einzel sogar Zweiter bei den deutschen Jugendmeisterschaften. Im Video ist er mit seinem Bruder Fabius zu sehen:
Teqball wurde in Ungarn erfunden. Auch frühere Fußballstars wie der der brasilianische Weltmeister Ronaldinho warben für den Sport und machten ihn bekannter. Laut Deutschem Teqball-Verband ist der Sport auch ein gutes Techniktraining für Fußballer.
Bei Teqball-Weltmeisterschaften hatten die großen Fußballnationen abgesehen von Brasilien bisher das Nachsehen. Dominiert werde Teqball von osteuropäischen und südostasiatischen Ländern wie Thailand, erzählt Fabius Trautmann.
In Karlsruhe hält sich der Andrang auf die noch junge Sportart bisher in Grenzen. Aktuell halten vor allem die Trautmanns die Teqball-Abteilung beim Karlsruher SV am Laufen. Ein paar Spieler kommen ab und zu hinzu, aber Trainer Jan Trautmann hofft, noch deutlich mehr Menschen für Teqball zu begeistern. Schließlich findet im nächsten Jahr sogar die Deutsche Meisterschaft in Karlsruhe statt.
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