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Alexander Zverev (29) könnte beim ATP-500-Turnier in Wien einen der größten Erfolge seiner Karriere feiern – und liefert bereits vor dem ersten Ballwechsel Gesprächsstoff. Bei der Pressekonferenz vor seinem Auftaktspiel gegen den Spanier Martin Landaluce wurde der Hamburger gefragt, ob seine jüngsten Erfolge ihm gegenüber seinen Kritikern Genugtuung verschafften. Der Tennisprofi antwortete laut OE24 deutlich: "Mich kritisiert hat immer nur einer und seine Meinung in den letzten paar Jahren interessiert mich wenig, um ehrlich zu sein". Mit einem Lächeln fügte er einen weiteren Seitenhieb hinzu: "Jedes Mal, wenn er was gesagt hat, ist genau das Gegenteil passiert in den letzten gefühlt drei Jahren. Es ist, wie es ist, und ich kann damit auch sehr, sehr gut leben." Wen Alexander damit meinte, verriet er nicht – und löste so unmittelbar Spekulationen aus.
OE24 zufolge könnte sich die Bemerkung gegen Boris Becker (58) gerichtet haben. Der sechsfache Grand-Slam-Sieger hatte Alexanders Spiel in der Vergangenheit wiederholt öffentlich kritisiert. Unter anderem monierte Boris, dass der Weltranglistenzweite auf dem Platz zu wenig Mut zeige, und empfahl ihm, seine Trainerkonstellation zu hinterfragen. Auch zum auffällig langen Auftippen des Balls vor dem zweiten Aufschlag, das bei den US Open diskutiert worden war, äußerte sich der Tennisexperte kritisch. Zuletzt nahm Boris seinen Landsmann jedoch ausdrücklich in Schutz. Als dessen möglicher Aufstieg an die Weltranglistenspitze wegen der Verletzungsprobleme seiner Konkurrenten relativiert wurde, bezeichnete er diese Einschätzung als "totalen Schwachsinn". Alexander habe sich seinen Weg nach oben verdient, betonte er. Ob die Spitze tatsächlich Boris galt, ist daher weiterhin unklar.
Alexander wird nach wie vor von seinem Vater Alexander Zverev Senior trainiert, auch sein Bruder Mischa Zverev ist fester Bestandteil des Teams. Diese familiär geprägte Aufstellung hatte Boris zuvor infrage gestellt. In sportlicher Hinsicht steht in Wien unterdessen viel auf dem Spiel: Mit zwei Siegen beim ATP-500-Turnier würde Alexander erstmals in seiner Karriere die Führung der Weltrangliste übernehmen. Sein erster Gegner ist Martin Landaluce, der 20-jährige Spanier auf Rang 67 der Weltrangliste. Auf der Tour sind die beiden bislang noch nicht aufeinandergetroffen.
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