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Manchester United kommt heuer einfach nicht in Fahrt. Jetzt machen Gerüchte die Runde, was die Ursache sein könnte.
Die Profis von Manchester United hegen schwere Bedenken bezüglich der laufenden Dreharbeiten für die Amazon-Dokumentation "All or Nothing". Nach Informationen aus dem Mannschaftsumfeld meinen Spieler und Betreuer, dass die ständige Kamerabegleitung die schonungslose Aufarbeitung der anhaltenden sportlichen Krise blockiert.
Die renommierte Sport-Dokuserie begleitet den englischen Traditionsklub durch eine turbulente Spielzeit. Doch die ständige Medienpräsenz hinter den Kulissen sorgt intern für massive Spannungen. Wie ein Insider gegenüber SunSport schilderte, sehen zahlreiche Akteure das Filmteam als wachsende Belastung im Trainings- und Spielbetrieb an. Neben den regelmäßigen Verpflichtungen zu Drehterminen im Zwei-Wochen-Rhythmus wird vor allem der Verlust der vertraulichen Kabinenatmosphäre beklagt.
Betreuerstab und Kaderspieler scheuen demnach davor zurück, nach schwachen Leistungen Tacheles zu reden. Aus Furcht vor der Veröffentlichung heikler Szenen werden Probleme bei den internen Nachbesprechungen nicht mehr mit der notwendigen Deutlichkeit benannt. Ein namentlich nicht genannter Insider erklärte die Lage der Mannschaft unmissverständlich: "Die Spieler empfinden die Kameras als Qual. Sie müssen sich nicht nur alle paar Wochen zu Drehterminen treffen, sie glauben auch, dass die Anwesenheit der Kameras in der Kabine dazu führt, dass Spieler und Trainer nicht mehr so offen über Fehler und nötige Korrekturen sprechen können."
Die sportliche Bilanz der laufenden Saison bietet bei den "Red Devils" derzeit wenig Anlass für Feierstimmung. Statt des erhofften Höhenflugs droht die Dokumentation zu einer schonungslosen Dokumentation des Niedergangs zu werden. Die Zahlen zeichnen ein bedenkliches Bild. Lediglich zwei Pflichtspielsiege stehen in dieser Saison bislang zu Buche. Nach einer Serie von fünf sieglosen Pflichtspielen liegt der Traditionsverein lediglich auf dem enttäuschenden 14. Tabellenplatz.
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Zusätzliche Brisanz erhält die Situation durch interne Verwerfungen nach der 0:2-Niederlage in der Champions League gegen Atletico Madrid. Abwehrspieler Lisandro Martinez attackierte im Anschluss an die Partie öffentlich die Verantwortlichen der Klubführung. Der argentinische Nationalspieler wurde vom Verein mit einer empfindlichen Geldstrafe belegt und leistete daraufhin Abbitte.
Cheftrainer Michael Carrick betonte vor den Medien, die Angelegenheit sei intern geklärt und abgehakt. Hinter den Kulissen schwelt der Konflikt jedoch weiter: Martinez plant dem Vernehmen nach weiterhin, den Klub im kommenden Sommer ablösefrei zu verlassen. Vor dem brisanten Auswärtsspiel am Sonntag beim Tabellenachten Leeds United wächst die Nervosität im Old Trafford spürbar.