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Kraftstoffverstoß beim MXoN: Großbritannien nachträglich disqualifiziert
Das britische MXoN-Team akzeptierte die Disqualifikation Foto: ACU Das britische MXoN-Team akzeptierte die Disqualifikation © ACU

Einen Monat nach dem Motocross der Nationen (MXoN) im französischen Ernée gibt es eine folgenschwere Entscheidung der FIM: Das britische Nationalteam wurde nachträglich von der gesamten Veranstaltung disqualifiziert. Die Mannschaft mit Ben Watson, Taylor Hammal und Ben Mustoe beendete das Event auf Platz 7. Hintergrund ist ein Verstoß gegen das Kraftstoffreglement durch den MX2-Piloten Ben Mustoe.

Beim MXoN am 4. Oktober 2026 hatte die FIM an insgesamt neun zufällig ausgewählten Motorrädern aus den Klassen MXGP, MX2 und OPEN Kraftstoffproben entnommen. Zu den kontrollierten Fahrern gehörten unter anderem die beiden US-Amerikaner Cooper Webb und der Belgier Lucas Coenen sowie der Südafrikaner Camden Mc Lellan.

Bei der anschließenden Untersuchung stellte sich heraus, dass die Kraftstoffprobe des Briten Ben Mustoe (Startnummer 47) nicht den geltenden FIM-Vorschriften entsprach. Der verwendete Kraftstoff konnte keiner von der FIM zertifizierten Rennkraftstoffkategorie 2 zugeordnet werden.

Damit lag ein Verstoß gegen die Bestimmungen des FIM-Kraftstoffreglements sowie gegen das Technische Reglement der Motocross-Weltmeisterschaft vor.

Disqualifikation betrifft das gesamte Team

Die FIM-Rennleitung entschied daraufhin, Ben Mustoe von der gesamten Veranstaltung auszuschließen. Gemäß Artikel 5.42.5 und 5.42.6 des Motocross-Reglements verliert der Brite sämtliche beim MXoN erzielten Punkte und Trophäen.

Besonders schwerwiegend sind die Konsequenzen für die britische Nationalmannschaft: Da es sich beim Motocross der Nationen um einen Teamwettbewerb handelt, wird auch das gesamte Team Großbritannien disqualifiziert. Sämtliche Ergebnisse, Platzierungen, Trophäen und Preise werden aberkannt.

Entscheidung ist endgültig

Die FIM teilte mit, dass innerhalb der vorgeschriebenen Frist kein Einspruch gegen die Entscheidung der Rennleitung beim FIM-Stewards-Panel eingelegt wurde. Damit ist die Disqualifikation endgültig.

Die offiziellen Endergebnisse des Motocross der Nationen 2026 wurden inzwischen entsprechend korrigiert. Der britische Verband ACU hat die Entscheidung in seiner offiziellen Stellungnahme akzeptiert.