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Die Krise von Manchester United hat einen weiteren, vorläufigen Tiefpunkt erreicht: In der Champions League gingen die Red Devils am Mittwochabend praktisch wehrlos mit 1:4 in Como unter. In der Königsklasse war das bereits die zweite Niederlage im dritten Spiel, doch auch in der Premier League läuft es nicht wirklich besser. Dort rangiert der Rekordmeister aktuell nur auf Platz 13.
Gleichzeitig wird die Luft für Trainer Michael Carrick immer dünner. Als Interimslösung führte der Ex-Profi seinen Klub in der vergangenen Saison noch in die Champions League, doch seitdem er im Sommer einen Vertrag bis 2028 unterschrieb, geht es mit dem Verein nur noch bergab.
"Mit Manchester United steckt ein Weltklub tief in der Krise", stellte auch Didi Hamann in seiner Sky-Kolumne fest. "Dass der - ausgewechselte -Kapitän Bruno Fernandes nach dem Spiel die Taktik des Trainers kritisiert hat, ist ein No Go!"
Zur Einordnung: Fernandes, der seit Wochen selbst im Formtief steckt, bemängelte nach der Niederlage in Como die taktische Ausrichtung Uniteds. Das Trainerteam habe entschieden, kein Mann-gegen-Mann-Pressing zu spielen und dem Gegner zu viel Raum zu lassen. Der Portugiese betonte zudem, dass man mutiger sein müsse.
"Die 1:4-Niederlage in Como grenzte an Arbeitsverweigerung der gesamten Mannschaft. Du musst dir als Profi der Verantwortung bewusst sein, wenn du für einen Verein wie United spielst", kritisiert Hamann.
Daran habe auch Carrick einen klaren Anteil. "Stars wie Fernandes oder letzte Woche Lisandro Martinez machen es sich mit ihrer Kritik zu einfach, aber letztendlich hat Michael Carrick als Chefcoach die Verantwortung. United hat in der Premier League seit Anfang der Saison nicht gut gespielt. Ich gehe davon aus, dass schon am Wochenende ein neuer Trainer auf der Bank sitzen wird", so Hamann weiter.
Wer beim kommenden Liga-Heimspiel gegen den AFC Bournemouth am Sonntag (15 Uhr) an der Seitenlinie stehen wird, bleibt abzuwarten. In der Kürze der Zeit ist aber nicht mehr zu erwarten, dass die Verantwortlichen eingreifen werden. Vielmehr könnte die Partie gegen die Cherries zum Endspiel für den 45-Jährigen werden.