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Indian Wells (USA) - Hier hat das Karma offenbar umgehend zugeschlagen! Vor den WTA-Finals im kalifornischen Indian Wells ließ sich Jessica Pegula (32) beim Training über ihre Kollegin Mirra Andreeva (19) aus. Dummerweise war eine Kamera auf den Tratsch gerichtet und brachte das bissige Geläster der US-amerikanischen Top-Spielerin zügig ans Licht.
"Sie ist einfach ...", begann die Nummer fünf der Welt ihre Schimpftirade zur jungen Mitstreiterin, führte ihren Finger zum Kopf und drehte ihn. "Durchgeknallt" dürfte wohl die passendste Übersetzung der Geste sein.
"Sie ist vielleicht ein nettes Mädchen, aber sie ist einfach eine Diva. Sie muss auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden", fauchte die 32-Jährige im Gespräch mit ihrem Coach weiter.
Pegula und Andreeva sind bei den WTA-Finals vom 8. bis 15. November Konkurrentinnen, wurden aber in unterschiedliche Gruppen gelost und können erst im Halbfinale aufeinandertreffen. Trotzdem hatte die US-Spielerin augenscheinlich schon jetzt ein Hühnchen mit dem Tennis-Talent zu rupfen.
Und auch mit ihrer Trainerin Conchita Martínez (54): "Conchita war immer nett zu mir, aber ich habe etwas den Respekt vor ihr verloren wegen diesem Mädchen", sagte Pegula. "Sie muss in die Schranken gewiesen werden, aber es ist, als wüsste Conchita nicht, wie sie damit umgehen soll."
Die erfahrenere Spitzenspielerin und ihr eigener Übungsleiter störten sich auch daran, dass die Russin ihren Frust gern mal zur Schau stellt und Bälle oder Schläger durch die Luft fliegen lässt.
"Sie hat den Ball nach ihr geschlagen, obwohl sie 4-0 stand. Sie hat nicht etwa drei oder vier Spiele verloren, worüber beschwert sie sich?", warf Pegulas Gesprächspartner ein.
"Wenn ich eine Trainerin wäre und du gut spielen würdest und 4-0 stehen würdest und du dann wütend auf mich bist und Bälle nach mir schlägst, das ist erstens respektlos. Du stehst 4-0, halt deine Fresse. Aber sie kann einfach nicht", antwortete die US-Amerikanerin. Eine Charakterschwäche, die Andreeva sich übrigens auch eingesteht, wie sie zuletzt laut "Tennis World" erklärte.
Allerdings schwang in den Worten von Pegula keineswegs bloß Verachtung mit, sondern auch ganz viel Anerkennung für das sportliche Potenzial der 19-Jährigen.
Dazu zog sie einen Vergleich mit einer anderen jungen Kollegin, Coco Gauff (22): "Sie ist clever, sie antizipiert gut. Es ist fast schon witzig, wenn man sie sieht und dann Cocos Mentalität. Wenn sie Cocos Mentalität hätte, wäre sie besser als Coco", so die 32-Jährige.