Zurück
Die Wanderers Germering starten mit einem 7:6-Sieg gegen den EV Ravensburg in die neue Saison. Trainer Ratberger musste nach dem 2:4-Rückstand ein Time-out anmelden, um die Partie zu drehen.
Germering – Markus Ratberger hat ganz genau nachgezählt. Nur 259 Sekunden brauchte der EV Ravensburg im zweiten Drittel bei den Wanderers Germering, um aus einem 0:2 ein 4:2 zu machen. Ratberger hatte daraufhin Redebedarf, meldete ein Time-out an. „Es mussten ein paar Dinge zurechtgerückt werden“, meinte der Wanderers-Coach nach der Partie. Auf die ganze Spielzeit gesehen half die Unterredung. Am Ende stand ein 7:6 (2:0, 2:5, 3:1)-Erfolg der Germeringer Eishockeycracks, der allerdings hart erkämpft werden musste. Michael Dorfner hatte dazu zwei Tore beigetragen, Michael Fischer, Lennart Guttenthaler, Markus Kerber, Konstantin Kolb und Daniel Menge waren je einmal erfolgreich.
Dabei hatten die Wanderers im ersten Drittel einen recht soliden und konzentrierten Start in die neue Saison hingelegt. „Genauso wie wir uns das vorgenommen hatten“, so Ratberger. Dank eines leichten Chancenplus hatten sich die Gastgeber die Führung zum Drittelende auch verdient. „Wenn wir einfach so weitergemacht hätten, wäre das für alle sehr viel nervenschonender gewesen“, erkärte Ratberger seine Gemütslage und die der 155 Fans im Polariom.
In der Folge ließen die Wanderers allerdings für ein paar Minuten Erinnerungen an die Vorsaison wach werden, wo sie gegen Ravensburg einbrachen. „Das ist dieses Mal Gott sei Dank nicht passiert“, sagte Ratberger. Dennoch mahnte er mehr Stabilität in der Defensive an. „Nicht immer werden wir sieben Treffer machen können.“ Kritisch sah der Trainer verschiedene Zeitstrafen an – insbesondere die in den beiden letzten Minuten. „Da haben wir unseren Sieg aufs Spiel gesetzt.“ Von Ravensburg als Angstgegner wollte Ratberger nicht sprechen: „Das ist keine Laufkundschaft.“