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„Er muss so spielen!“: Bayern-Legende schaltet sich in die Kane-Debatte ein
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Harry Kane hat seinen Vertrag beim FC Bayern gerade erst bis 2029 verlängert, doch die Diskussionen um den englischen Nationalspieler reißen nicht ab. Während die Münchner den frischgekürten Ballon-d’Or-Gewinner langfristig an sich gebunden haben, wird zunehmend über seine Rolle auf dem Platz diskutiert. Besonders seine häufigen Ausflüge ins Mittelfeld stehen dabei im Fokus. Nun hat sich mit Roy Makaay eine ehemalige Bayern-Stürmerlegende zu Wort gemeldet.

Der Niederländer kann die Kritik an Kanes Spielweise nicht nachvollziehen. Im Gespräch mit ran verteidigte der frühere Torjäger den 33-Jährigen und betonte, dass dessen außergewöhnliche Qualitäten weit über das reine Toreschießen hinausgehen.

Tatsächlich läuft es für Kane in der Bundesliga bislang nicht ganz so erfolgreich wie gewohnt. Nach acht Ligaspielen stehen lediglich vier Treffer auf seinem Konto. Für einen Angreifer seiner Klasse eine vergleichsweise überschaubare Ausbeute. Makaay sieht darin allerdings keinen Grund zur Sorge.

Makaay verteidigt Kanes ungewöhnliche Spielweise

„Auf diese Art und Weise hat er bei Tottenham gespielt. Das ist sein Stil und er bekommt von den Trainern auch die Freiheit, das so zu machen“, erklärte Makaay bei ran.

Dass sich Kane regelmäßig weit zurückfallen lässt und teilweise wie ein zusätzlicher Mittelfeldspieler agiert, ist für den 51-Jährigen kein Problem. „Er lässt sich nun mal gerne fallen und verteilt die Bälle. Aber er macht eben auch seine Tore. Man muss seine Art und Weise nicht verändern, sondern ihn so spielen lassen, wie er spielt, weil die Mannschaft daran auch schon gewöhnt ist.“

Aus Sicht des ehemaligen Bayern-Stürmers wird Kane häufig zu sehr an seiner persönlichen Trefferquote gemessen.

Dabei übernehme der Engländer eine deutlich vielseitigere Rolle im Offensivspiel der Münchner. „Die Presse schaut gerne auf die Statistik, aber man muss sehen, was für großartige Vorlagen er gibt. Tore sind wichtig, aber Vorlagen genauso“, betonte Makaay.

Der frühere niederländische Nationalspieler weiß, wovon er spricht. Während seiner Zeit beim FC Bayern erzielte er 103 Tore in 183 Pflichtspielen und gehörte zu den gefährlichsten Angreifern der Bundesliga.

Für Makaay steht deshalb fest, dass Kane auch dann einen enormen Wert für die Mannschaft besitzt, wenn er selbst nicht trifft.

Der Engländer sei auch ohne eigenen Treffer „extrem wichtig für den FC Bayern“.

Zudem sieht Makaay einen großen Vorteil darin, dass die Münchner mittlerweile über mehrere torgefährliche Offensivspieler verfügen. „Es ist von Vorteil, dass man nicht nur von ihm abhängig ist und viele andere Spieler Tore schießen können.“

Makaay zählt Bayern zu den Champions-League-Favoriten

Roy Makaay
Getty Images

Während Kane in der Bundesliga bislang etwas hinter seiner gewohnten Trefferquote zurückbleibt, präsentiert er sich in der Champions League deutlich treffsicherer.

In vier Spielen der laufenden Königsklassen-Saison erzielte der Engländer bereits vier Tore.

Auch deshalb traut Makaay dem deutschen Rekordmeister in dieser Spielzeit einiges zu.

Die Bayern gehören für ihn in der Champions League „zu den Topfavoriten, aber dafür müssen alle in Topform sein“.

Besonders die verbesserte Kaderbreite stimmt den ehemaligen Bayern-Profi optimistisch.

„Mit den Verpflichtungen von Nathaniel Brown und Ismael Saibari sowie Alphonso Davies, den man fast als Neuverpflichtung ansehen kann nach seiner Verletzung, sind sie auch in der Breite stärker geworden.“

Allerdings warnte Makaay davor, die internationale Konkurrenz zu unterschätzen. „Es gibt aber mehrere Topvereine wie Paris Saint-Germain, den FC Barcelona oder Real Madrid. Du brauchst auch ein bisschen Glück mit der Auslosung.“

Für den FC Bayern bleibt der Gewinn der Champions League das große Ziel. Mit der langfristigen Vertragsverlängerung von Kane haben die Münchner dafür einen wichtigen Grundstein gelegt.

Makaay ist jedenfalls überzeugt, dass der Engländer auch in den kommenden Jahren eine entscheidende Rolle spielen kann – unabhängig davon, wie häufig er selbst auf der Torschützenliste steht.

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