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Wenn Borussia Dortmund in den vergangenen Wochen Stabilität ausstrahlte, hatte das auch mit der Defensive zu tun. Für Niko Kovac ist eine verlässliche Abwehr die Grundlage seiner Mannschaft. Entsprechend wichtig ist es für den Klub, die prägenden Spieler dieser Formation langfristig zu halten.
Einer von ihnen ist Waldemar Anton. Der 30-Jährige hat sich zu einem Führungsspieler entwickelt und gehört zum festen Personal in der Innenverteidigung. Seine sportliche Bedeutung soll sich nach dem Willen der Dortmunder auch in einer Verlängerung seines bis 2028 laufenden Vertrags widerspiegeln.
Eine schnelle Einigung zeichnet sich allerdings noch nicht ab. Wie im Bild-Podcast 'Dortmund Insider' berichtet wird, hat der BVB bereits eine erste Offerte vorgelegt. Diese soll den Vorstellungen der Spielerseite bislang nicht entsprechen.
Dabei geht es offenbar insbesondere um die finanzielle Einordnung innerhalb des Kaders. Anton soll derzeit rund 5,5 Millionen Euro jährlich verdienen. Sein Nebenmann Nico Schlotterbeck verfügt den Berichten zufolge über einen Vertrag, der ihm bis zu 14 Millionen Euro einbringen kann. Laut dem Podcast fordert der Verteidiger eine stärkere Annäherung an seinen Positionskollegen.
Zusätzliche Bewegung könnte durch Interessenten aus England entstehen. Bild-Reporter Jörg Weiler erklärte im Podcast: "Er hat natürlich auch Angebote aus England vorliegen."
Dort könne Anton wahrscheinlich deutlich mehr verdienen. Welche Vereine aus der Premier League konkret hinter diesen Angeboten stehen und wie weit mögliche Gespräche fortgeschritten sind, geht aus den Aussagen allerdings nicht hervor.
Für die Verhandlungen ist das Interesse trotzdem relevant. Anton besitzt offenbar Alternativen und muss sich nicht allein mit der Frage beschäftigen, zu welchen Bedingungen er in Dortmund verlängern würde.
Noch steht der BVB nicht unmittelbar unter Verkaufsdruck. Im kommenden Sommer würde Anton jedoch in sein letztes Vertragsjahr gehen. Genau diese Situation möchten die Verantwortlichen durch eine frühzeitige Einigung vermeiden.
Die Aufgabe besteht deshalb darin, Antons Stellenwert angemessen abzubilden und zugleich die Gehaltsstruktur im Blick zu behalten. Der Innenverteidiger kann seine Forderungen mit konstanten Leistungen untermauern. Dortmund wiederum müsste bei einem möglichen Abgang nicht nur einen Stammspieler, sondern auch Erfahrung und Führungsqualität ersetzen.