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Lange Gesichter trotz Zählbarem! Gleich im ersten Durchgang hatten die Nachwuchskicker vom Niederrhein bei Everton das Sagen. Unter dem Strich sprang jedoch bloß ein mageres 1:1 heraus.
Nach Spielende war der Frust riesig, obwohl die Jungfohlen beim zweiten Auftritt im Rahmen des Premier League International Cups bereits ihren nächsten Punkt verbuchen konnten. An der Seitenlinie coachte dabei unter anderem Sascha Eickel, der als Sportlicher Leiter für die U23 sowie die U19 fungiert.
Doch es kam noch dicker: Am Dienstag setzte es im Wettbewerb der „Bundesliga Talent Series“ ebenfalls eine herbe Abreibung. Dort geriet eine andere VfL-Auswahl gegen die Frankfurter Eintracht mit 1:4 unter die Räder, wobei die Gegentreffer erst in der Schlussphase fielen. Mit auf dem Rasen stand Lizenzspieler-Torwart Jan Olschowsky, unterstützt von Akteuren aus den Kadern der U19 und U23. Das berichtet rp-online.de.
Auf der Insel lief zunächst alles wie am Schnürchen. Zwar verbuchten die britischen Hausherren den allerersten Offensivmoment für sich. Direkt im Anschluss übernahmen die Gäste vom Niederrhein jedoch komplett die Kontrolle. Erst scheiterte Taavi Koukkumäki aus ungünstiger Position, ehe der Ball nach lediglichen acht Zeigerumdrehungen im Netz zappelte! Einen feinen Schnittstellenpass von Nico Vidic nahm Josiah Uwakhonye dankend auf. Mit ordentlich Speed und starker Körpersprache behauptete der Offensivmann das Spielgerät vorm Gehäuse und hob es gefühlvoll über den gegnerischen Schlussmann hinweg zum 1:0 in die Maschen.
Selbst mit diesem Blitzstart im Rücken blieben die Gäste das klar spielbestimmende Team. Sowohl Justin Adozi als auch Torschütze Uwakhonye ließen dicke Möglichkeiten auf den zweiten Treffer ungenutzt. Das rächte sich nach 35 gespielten Minuten bitter – ausgelöst durch einen Patzer im eigenen Spielaufbau. Direkt von der Torauslinie segelte eine Hereingabe der Engländer vor das Gehäuse von Schlussmann Marcello Trippel. Dort gewann Braiden Graham das Kopfballduell mit Elias Vali Fard und nickte das Leder rüber zu Ceiran Loney. Weil Verteidiger Joseph Bellahsen komplett falsch postiert war und weder Gegenspieler noch Tor im Blick hatte, drückte Loney die Kugel mühelos aus Nahdistanz zum 1:1 über die Linie.
Beinahe wäre die Partie sogar komplett gekippt: Bloß 120 Sekunden nach dem Ausgleich tauchte abermals Loney gefährlich auf, segelte jedoch knapp am Leder vorbei. Ehe es in die Kabinen ging, bot sich den Zuschauern ein offener Schlagabtausch. Während Adozi vorne die erneute Gladbacher Führung liegen ließ, hielt Keeper Trippel hinten mit einer Rettungstat das Remis fest.
Im Anschluss an den Pausentee verflachte der Offensivdrang der Fohlen-Elf merklich. Rund um den gegnerischen Sechzehner schlichen sich immer mehr Ungenauigkeiten ein, echte Torgefahr entstand kaum noch. Positiv war zumindest, dass die Defensive auch den Briten fast keine Gelegenheiten mehr gestattete. Rund dreißig Minuten vor dem Abpfiff war Trippel dennoch einmal gefordert, um das 1:2 zu verhindern. Kurz darauf setzte Uwakhonye seinen Schuss lediglich ans äußere Netz, während ein ruhender Ball von Koukkumäki in den Schlussminuten ebenfalls ertraglos verpuffte.
Dank des vorherigen 2:0-Erfolgs zum Start gegen Stoke City weist das Punktekonto der Borussen nun vier Zähler auf. Weiter geht die Reise am 2. Dezember mit dem Gastspiel bei den Tottenham Hotspur.
Parallel zur England-Reise der Kollegen sammelte eine weitere VfL-Truppe daheim Spielminuten – was speziell für Jan Olschowsky im totalen Frust endete. Bei den Bundesliga-Profis ist für den Schlussmann hinter Stammkraft Moritz Nicolas sowie Ersatzmann Daniel Batz aktuell kein Vorbeikommen.
Beim Kräftemessen mit den Hessen stand er zwischen den Pfosten, und 75 Minuten lang sah alles super aus. Durch das Tor von Leander Davids (41.) lagen die Fohlen vorn, während Olschowsky seinen Kasten komplett dichthielt. Doch eine Viertelstunde vor Schluss folgte der totale Kollaps! Erst markierten die Gäste in Minute 76 das 1:1, ehe sie das Match im Endspurt innerhalb von nur fünf Zeigerumdrehungen komplett auf den Kopf stellten. Vier Gegentreffer in den letzten 15 Minuten – was für ein Nackenschlag!
Coach Daniel Ginczek fand nach dem Abpfiff erklärende Worte für den Einbruch: „Das Ergebnis ist am Ende etwas zu hoch ausgefallen.“ Dabei machte der Übungsleiter unterschiedliche Phasen aus: „In den ersten 30 Minuten hatten wir im Ballbesitz einige Probleme, standen defensiv aber gut. In der Viertelstunde vor der Pause wurde es auch mit Ball deutlich besser, und wir sind folgerichtig in Führung gegangen.“ Warum die Partie letztlich noch kippte, begründete der Verantwortliche wie folgt: „In der zweiten Halbzeit haben wir viel gewechselt, um möglichst vielen Jungs Spielzeit zu ermöglichen. Dadurch haben wir etwas an Struktur verloren und in der Schlussphase noch drei Gegentore kassiert.“ (red)