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Der FC Bayern bereitet Jonas Urbig gezielt auf die Neuer-Nachfolge vor. Der 23-Jährige soll künftig deutlich mehr und wichtigere Spiele bekommen.
Beim FC Bayern wird der geplante Machtwechsel im Tor offenbar schon in dieser Saison deutlich vorangetrieben. Jonas Urbig gilt als vorgesehener Nachfolger von Manuel Neuer – und soll auf dem Weg zur künftigen Nummer eins nun deutlich mehr Verantwortung erhalten.
Wie Sport BILD berichtet, gibt es bei den Münchnern einen klaren Plan für den 23-Jährigen. Urbig soll in der laufenden Saison mehr Pflichtspiele absolvieren als noch im vergangenen Jahr. Damals kam der frühere Kölner auf insgesamt 20 Einsätze.
In dieser Spielzeit könnten es dem Bericht zufolge rund 25 Partien werden. Damit würde Neuer häufiger als bislang gewohnt Platz machen müssen.
Besonders interessant ist dabei, dass die Bayern Urbig nicht ausschließlich in vermeintlich leichteren Begegnungen einsetzen wollen. Der Nationaltorhüter soll gezielt auch in wichtigen Spielen Erfahrungen sammeln.
Nach Informationen von Sport BILD sieht der Bayern-Plan vor, Urbig in dieser Saison häufiger in der Champions League einzusetzen. Auch in Topspielen der Bundesliga soll der 23-Jährige öfter zwischen den Pfosten stehen.
Die Verantwortlichen wollen damit verhindern, dass Urbig im kommenden Sommer plötzlich ohne ausreichende Erfahrung die komplette Verantwortung übernehmen muss. Sollte Neuer seine Karriere nach der Saison beenden, soll sein Nachfolger bereits zahlreiche Spiele auf höchstem Niveau absolviert haben.
In der laufenden Saison stand Urbig bislang viermal im Tor des FC Bayern. Insgesamt kommt er bereits auf 36 Pflichtspiele für die Münchner. Gerade die kommenden Monate sollen nun genutzt werden, um seine Entwicklung weiter zu beschleunigen.
Dass der Klub langfristig mit ihm plant, ist längst kein Geheimnis. Vincent Kompany hatte bereits deutlich gemacht, dass Urbig perspektivisch zur Nummer eins aufsteigen soll.
Nun geht Bayern offenbar den nächsten Schritt. Statt Urbig lediglich dann einzusetzen, wenn Neuer verletzt ist oder eine Pause benötigt, sollen seine Einsätze bewusster geplant werden. Vor allem Partien mit größerem Druck und höherer sportlicher Bedeutung sollen ihm dabei helfen, sich auf die Rolle als Stammkeeper vorzubereiten.
Urbig selbst hat zuletzt mehrfach gezeigt, dass er mit dieser Verantwortung umgehen kann. Bei seinen ersten beiden Länderspielen für Deutschland gegen Serbien und Griechenland blieb er jeweils ohne Gegentor.
Beim FC Bayern soll er nun ebenfalls immer häufiger zeigen dürfen, dass er für die Zeit nach Neuer bereit ist. Die Wachablösung im Münchner Tor soll damit nicht von einem Tag auf den anderen erfolgen, sondern bereits während der laufenden Saison Schritt für Schritt vorbereitet werden.