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Die Berlinerin Blanka Dörfel hat in Frankfurt ein starkes Marathon-Debüt abgeliefert und einen neuen deutschen Rekord nur knapp verpasst. Die Läuferin vom "Berlin Athletics Capital Club" belegte hinter der großen Favoritin Zeineba Yimer aus Äthiopien den zweiten Platz und avancierte mit ihrer Zeit von 2:20:46 Stunden auf Anhieb zur zweitschnellsten deutschen Marathonläuferin der Geschichte.
Den deutschen Rekord hält weiterhin Irina Mikitenko, die 2008 in Berlin nach 2:19:19 Stunden das Ziel erreicht hatte. Bereits beim Berlin-Marathon hatte Esther Pfeiffer versucht, die bisherige Bestmarke zu unterbieten, musste allerdings mit körperlichen Problemen das Rennen vorzeitig beenden.
Nach den absolvierten 42,195 Kilometern hatte Dörfel sogar noch die Energie für Späße. "In so einen richtigen Groove konnte man nicht kommen. Es war eher wie so ein Fußbad. Ich mag Fußbäder, aber nicht so 'ne kalten", scherzte sie im Interview über die regnerischen Bedingungen während des Laufs.
Auch wenn die 24-Jährige in der Laufszene zuletzt für Aufsehen sorgte, dürfte dieser Erfolg auch für sie überraschend kommen. Dörfel, die zuvor eher kürzere Distanzen lief, wurde Anfang Mai Deutsche Meisterin über 10.000 Meter. Nur eine Woche später lief sie beim Halbmarathon in Mainz trotz internationaler Konkurrenz auf Rang zwei.
Sowohl bei der Vorbereitung als auch während des Rennens verfolgte Dörfel einen erfrischend unkonventionellen Ansatz. Denn während des Laufs wusste sie nicht, dass sie sich zumindest auf einem möglichen Rekordkurs befindet. "Ich laufe auch im Training nur auf Gefühl, warum soll ich's dann im Wettkampf anders machen?", erklärte sie nach dem Marathon-Debüt ihre Strategie.